[Alt + 1] zur Startseite [Alt + 2] zum Seitenanfang [Alt + 3] zur allgemeinen Navigation [Alt + 4] zur Hauptnavigation [Alt + 5] zum Inhalt [Alt + 6] zu Tipps, Hinweise und Kurzinfos [Alt + 7] zur Suche [Alt + 8] zum Login von MyNZZ [Alt + 9] zur Fusszeile
.
  • 9. Juli 2008, Neue Zürcher Zeitung

    Winterthurer Zentrum attraktiver gestalten

    Winterthurer Zentrum attraktiver gestalten

    Rahmenkredit von rund 60 Millionen Franken beantragt

    Toolbox
    Druckansicht
    Im Rahmen eines Masterplans soll das Gebiet um den Hauptbahnhof Winterthur für Fussgänger und Velofahrer attraktiver gestaltet werden. Für vier Teilprojekte beantragt der Stadtrat dem Grossen Gemeinderat einen Rahmenkredit von rund 60 Millionen Franken.

    em. Um den Winterthurer Hauptbahnhof werden in nächster Zeit grosse Bauvorhaben realisiert. So errichten die SBB auf dem Milchküchen-Areal derzeit ein Dienstleistungszentrum mit unterirdisch angelegten Veloabstellplätzen, und auf dem Sulzer-Areal Stadtmitte wird in diesen Tagen mit dem Umbau des Kesselhauses in ein Multiplexkino mit Läden und Restaurants begonnen. Auf dem Arch-Areal südlich des Bahnhofplatzes will die Halter Generalunternehmung (Zürich) im nächsten Frühjahr zudem den Bau eines Geschäftszentrums mit einem Viersternhotel in Angriff nehmen. Nach dem Willen des Stadtrates soll gleichzeitig das heute für Fussgänger und Velofahrer alles andere als attraktive Bahnhofgebiet mit verschiedenen baulichen Massnahmen aufgewertet werden. Um die Situation zu verbessern und die öffentlichen und privaten Bauvorhaben zu koordinieren, hat die Stadt einen Masterplan erarbeitet.

    Anzeige
    .
    .

    Gleisquerung als Kernstück

    Wie Stadtpräsident Ernst Wohlwend an einer Medienorientierung am Dienstag sagte, wird der Stadtrat dem Grossen Gemeinderat nach den Sommerferien einen Rahmenkredit in der Grössenordnung von 60 Millionen Franken beantragen. Über den Kredit könnten anschliessend auch die Stimmberechtigten entscheiden. Kernstück der von der Stadt geplanten städtebaulichen Massnahmen ist das Projekt Gleisquerung Stadtmitte. Dieses verbindet den Bahnhofplatz, das Sulzer-Areal, das Arch-Areal und die Rudolfstrasse mit einem attraktiven Wegnetz für den Fussgänger- und Veloverkehr. Die baulichen Massnahmen ermöglichen die Gestaltung eines grossen Platzes zwischen dem Bahnmeisterweg und der Gertrudstrasse und sind für die Verbesserung der Erschliessung des Sulzer-Areals unumgänglich. Die Gleisquerung ist in zwei Etappen aufgeteilt. In der ersten Etappe wird laut Bauvorstand Walter Bossert entlang der Zürcherstrasse der Bahnmeisterweg aufgefüllt und eine Stützmauer errichtet. Dadurch entsteht vor dem Kesselhaus ein Vorplatz. Für diese Etappe wird dem Parlament ein separater Kredit von rund 4 Millionen Franken beantragt. Ein grosser Teil der Aufwendungen kann voraussichtlich dem Strassenfonds belastet werden, so dass sich die Aufwendungen der Stadt noch auf zirka 1,75 Millionen Franken belaufen dürften. Nach Angaben von Bossert werden die Verkehrsbeziehungen Zürcherstrasse–Rudolfstrasse mit dieser ersten Etappe noch nicht tangiert. Die zweite Bauetappe, die einen Platz für Fussgänger und Velofahrer vorsieht, ist Gegenstand des Rahmenkredits.

    Bessere Veloverbindungen

    Im Rahmenkredit sind verschiedene Teilprojekte wie die Erneuerung des Bus-Bahnhofes und die Neugestaltung der Rudolfstrasse enthalten. Daneben plant die Stadt im Stadtraum Bahnhof Winterthur weitere Verbesserungen. Dazu zählt die rund 3,2 Millionen Franken teure Gestaltung des Arch-Platzes, für die das Parlament einen entsprechenden Kredit bewilligen soll. Zudem soll der Radstreifen in der Unterführung der Wülflingerstrasse stadteinwärts durch eine Radwegverbindung auf dem heutigen Niveau der Fussgängerunterführung ersetzt werden. Damit wird laut Bossert die seit längerem zur Diskussion stehende Veloverbindung unter den Bahngleisen zwischen der Bank- und der Rudolfstrasse nicht präjudiziert. Der Stadtrat unterbreitet dem Parlament für diese Massnahme einen Kredit von 490 000 Franken. Der Stadtrat räumt ein, dass es sich bei dieser Massnahme um eine kurzfristige Optimierung des Radwegnetzes handle. Die geplante und eigentlich längst überfällige Verbindung zwischen der Altstadt und dem Neuwiesenquartier ist für den Stadtrat kein vordringliches Thema. Er verweist darauf, dass die Stimmberechtigten eine entsprechende Vorlage im Jahre 1988 abgelehnt hätten und die Verbindung in den vergangenen Jahren stets kontrovers diskutiert worden sei. Der Stadtrat will die Frage der Velounterführung deshalb unabhängig vom Rahmenkredit für die übrigen Projekte dem Grossen Gemeinderat und dem Stimmvolk separat zur Beschlussfassung vorlegen.

    Ausstellung Stadtraum Bahnhof im Gebäude des Salzhauses, Untere Vogelsangstrasse 4, Winterthur: bis Freitag jeweils 14 bis 18 Uhr, am Samstag von 11 bis 16 Uhr, ab 21. August ist die Ausstellung jeweils am Donnerstag zwischen 17 und 19 Uhr geöffnet.
    .
    Leserkommentare ein- und ausblenden Leser-Kommentare: 0 Beiträge
    .
    Um selbst einen Leser-Kommentar abgeben zu können, müssen Sie sich hier anmelden. Bitte beachten Sie die für Leser-Kommentare geltenden Richtlinien und Copyright-Bestimmungen.