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  • 21. November 2008, Neue Zürcher Zeitung

    Swiss Life braucht eine bescheidenere Deutschland-Strategie

    Swiss Life braucht eine bescheidenere Deutschland-Strategie

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    nz. Wenn der unabhängige deutsche Finanzberater MLP der Swiss Life jetzt die Freundschaft kündigt, kommt das sicherlich nicht überraschend. Der Umarmungsversuch ist von MLP-Seite von allem Anfang an heftig zurückgewiesen worden. Die Swiss Life wäre schlecht beraten, einfach zur Tagesordnung überzugehen und darauf zu setzen, MLP 2009 ganz schlucken zu können. Ausgangspunkt einer unsentimentalen Standortbestimmung muss sein, dass die innerhalb eines Jahres um mehr als 75% auf kümmerliche 2,2 Mrd. Fr. geschrumpfte Börsenkapitalisierung die Swiss Life zwingt, vorsichtig ans Werk zu gehen. Für den Kauf von AWD (2,1 Mrd. Fr.) und einer MLP-Minderheitsbeteiligung von 24,3% (470 Mio. Fr.) wurde ein sehr stolzer Betrag ausgelegt. Statt dem leeren Traum des AWD-Firmengründers Carsten Maschmeyer nachzuhängen, aus Swiss Life, AWD und MLP «den grössten unabhängigen Finanzberater der Welt» zu formen, täte Rückbesinnung not. In Deutschland müssen Komplexitäten reduziert werden, auch um nicht unnötig Management-Kapazitäten zu binden. Diese werden im Stammhaus gebraucht. Es dürfte im Übrigen sehr schwierig werden, das Versprechen einzulösen, dass die für (zu) teures Geld gekaufte AWD «spätestens 2009 einen positiven Beitrag für den Gewinn je Aktie» bringen werde. Nachdem Maschmeyer AWD verkaufte, ist jetzt die Eigentümerin gefordert. Eines scheint klar: Die Berater von AWD und MLP vertragen sich wie Teufel und Weihwasser.

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