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  • 22. November 2008, Neue Zürcher Zeitung

    Ruhiger Abend Goalie Rüegers

    Ruhiger Abend Goalie Rüegers

    Die Kloten Flyers deklassieren die SCL Tigers 7:0

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    ajk. Kloten, 21. November

    Ronnie Rüeger hatte viel Zeit zum Träumen. Zum Beispiel vom ersten Shutout der Saison. In der ersten Viertelstunde der Partie zwischen den Kloten Flyers und den SCL Tigers waren es fast ausschliesslich Rüegers Vordermänner, die das Geschehen diktierten – mit freundlicher Unterstützung der Gäste. Nach nur fünfeinhalb Spielminuten konnten die Flyers schon in doppelter Überzahl agieren und kurz darauf das 1:0 bejubeln: Wick hatte einen Abpraller von Goalie Schoder erfolgreich verwertet.

    Es sollte der einzige Treffer des zweitbesten Klotener Skorers an diesem Abend bleiben, in der Folge verpasste er zahlreiche Gelegenheiten. Auch das nächste Tor fiel bei numerischer Ungleichheit, Santala (10.) erzielte in Unterzahl seinen vierten Saisontreffer. Sechs Minuten später erhöhte Hamr im Powerplay mit einem perfekt placierten Distanzschuss auf 3:0. Danach musste Rüeger kurz aktiv werden und einen Penalty Setzingers abwehren. Kein Problem.

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    Klotener Powerplay-Training

    Beinahe 20 Spielminuten dauerte es, bis vor dem Klotener Tor wieder ein Hauch von Gefahr aufkam. Mittlerweile stand es bereits 4:0, Liniger und Rothen hatten Goalie Schoder gekonnt ausgespielt (23.). Gegen Ende des Mittelabschnitts konnten die Emmentaler zwar endlich etwas Druck aufbauen und einige konzentrierte Angriffe lancieren, doch die Defensive der Flyers hielt stand und liess kaum einen Puck zu Rüeger vordringen – und wenn doch, hielt dieser souverän. Auf der Gegenseite zeigte sich aber auch Schoder wesentlich stärker als im Startabschnitt. Der Keeper, der in dieser Saison schon zweimal unbezwungen geblieben war, parierte einige gefährliche Schüsse und sorgte dafür, dass sein Team nicht noch klarer in Rückstand geriet.

    Im Schlussabschnitt vermochte allerdings auch der Keeper nicht mehr alle Mängel der Defensive auszuwetzen. Vor allem im Boxplay, ohnehin eine Schwäche der Tigers (sie sind diesbezüglich das zweitschlechteste Team der Liga), funktionierte gar nichts mehr. Weil sich die Gäste in ihrer Verzweiflung auch noch eine Strafe nach der anderen einhandelten, bekamen die Flyers während insgesamt zehn Minuten Gelegenheit, ihre Schwachstelle, das Powerplay, zu trainieren. Schlagenhauf nutzte die Gelegenheit in Überzahl in der 53. Minute, von Gunten (54.) und Liniger (60.) erhöhten munter auf 7:0.

    Folgt die Revanche?

    Der Tigers-Coach Christian Weber hatte in der zweiten Pause zwar einige Umstellungen vorgenommen, was aber nichts nützte. Die Flyers konnten während der gesamten Spielzeit ungehindert ihr schönes, tänzerisches Eishockey zelebrieren, und das bereitete ihnen sichtlich Freude. Mit dem überlegenen Sieg ist heuer bereits die dritte Begegnung der beiden Teams zugunsten der Zürcher ausgegangen.

    Die Revanche der Emmentaler lässt jedoch vielleicht nicht lange auf sich warten, denn schon am Samstag treffen die Mannschaften wieder aufeinander, diesmal in der Langnauer Ilfishalle. Doch auch in dieser Begegnung heisst der Favorit Kloten. Denn die Flyers sind auswärts bis jetzt das stärkste Team – und die Tigers zu Hause eher unterdurchschnittlich.

     


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