Donnerstag, 08. Januar 2009, 07:21:59 Uhr, NZZ Online
cen. Der GC-Trainer Hanspeter Latour analysiert die Tabelle nüchtern. Für ihn ist klar, dass der FC Basel und der FC Zürich die Schweizer Fussball-Meisterschaft unter sich ausmachen werden und der GC mit YB und Aarau um den dritten Platz spielt. Umso wichtiger ist dem Coach der Cup; zwar scheut er sich, von einem Pokal-Sieg zu sprechen, doch überwintern soll sein Team im Wettbewerb.
Damit sich die Grasshoppers am Sonntag im Letzigrund gegen Bellinzona durchsetzen, ist laut dem Coach ein deutlich stärkerer Auftritt gefragt als zuletzt gegen Xamax, als die Zürcher durch ein Eigentor in der 92. Minute glückhaft gewannen. Von den Spielern, die beim «Sieg der Unzufriedenen» wegen verletzter oder gesperrter Stammspieler eine Chance bekamen, habe sich keiner aufgedrängt.
«Vermutlich fangen wir jeweils schon mit den Richtigen an», schloss Latour. Von den «Richtigen» kehren Cabanas, Lulic und Zarate ins Team zurück; Latour verlangt, dass sie sich «gewaltig reinhängen», um der Mannschaft Substanz zu geben. Auch wenn der Trainer Bellinzona als Mannschaft mit Potenzial lobt und daran erinnert, dass sie in der letzten Saison den Final erreichte, kommt er nicht umhin, den GC als Favoriten zu bezeichnen. Nicht vergessen ist aber auch die Schmach in der Saison 2004/05, als der GC im Sechzehntelfinal gegen die damals unterklassigen Tessiner ausschied.
Da die Rasenheizung im Letzigrund bereits in Betrieb ist, stellt der Schnee kaum ein Problem dar. Laut dem meteorologischen Dienst des Flughafens sollen bis am Sonntag nicht mehr als zehn Zentimeter Schnee fallen. Zudem sind GC-Junioren auf Pikett, die zum Schippen abgeordnet werden, sollte Frau Holle kein Mass kennen.
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