Donnerstag, 08. Januar 2009, 07:07:25 Uhr, NZZ Online
Mehr als 1000 Menschen an Bord
(ap) Die Piraten hätten auf das Schiff mit 656 Passagieren und 399 Besatzungsmitglieder geschossen, erklärte Noel Choong, der Leiter der für Piratenüberfälle zuständigen Abteilung des International Maritime Bureau (IMB) in Malaysia, am Dienstag. Das Kreuzfahrtschiff sei den Piraten aber entkommen, sagte Choong. «Es war grosses Glück, dass das Kreuzfahrtschiff entkommen konnte.»
Die Reederei Oceania Cruises erklärte, es habe sich bei dem angegriffenen Schiff um die «Nautica» gehandelt. Acht Schüsse seien auf das Schiff abgegeben worden. Die 5. US-Flotte in Bahrain bestätigte den Überfall, nannte aber keine weiteren Einzelheiten.
Die «Nautica» befand sich auf einer 32-tägigen Kreuzfahrt von Rom nach Singapur mit Stopps in Ägypten, Oman, Dubai, Indien, Malaysia und Thailand, wie es auf der Website der Reederei hiess.
Vor der somalischen Küste wurden in diesem Jahr schon rund 100 Schiffe überfallen, etwa 40 von ihnen wurden von den Piraten gekapert. Laut Choong sind derzeit noch 14 Schiffe mit 250 Besatzungsmitgliedern in der Gewalt der Piraten, die Lösegeld verlangen. Am 15. November wurde ein saudiarabischer Supertanker mit Rohöl im Wert von 100 Million Dollar an Bord gekapert.
Piraterie:
Bedrohung für den Welthandel
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