Dienstag, 02. Dezember 2008, 21:40:33 Uhr, NZZ Online
Situation gegenwärtig unter Kontrolle – Aufräumarbeiten im Gang
(ap) Ein unterirdischer See unter der Decke des Münstigergletschers hat den Murgang vom Donnerstagnachmittag im Walliser Dorf Münster ausgelöst. Am Freitag war die Situation vorerst unter Kontrolle und die Aufräumarbeiten liefen auf Hochtouren.
Die verantwortlichen Behörden führten am Freitagmorgen einen Erkundungsflug über dem Münstigergletscher durch, um die Herkunft der Geröll- und Schlammlawine zu klären, die im Dorf grossen Sachschaden angerichtet hatte.
Gemäss Charly Wuilloud, Chef der Dienststelle für Naturgefahren, bildete sich unter der Gletscherdecke ein unterirdischer See, wie die Walliser Kantonspolizei mitteilte. Dieser unterirdische See sei am Donnerstagnachmittag ausgebrochen, was dazu geführt habe, dass der Münstigerbach über die Ufer getreten sei.
Die Situation sei zur Zeit unter Kontrolle, gaben die Behörden am Freitagmorgen bekannt. In Münster liefen derweil die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Das Bachbett wurde mit schweren Maschinen von Geröll und Steinen befreit. Der Murgang hatte in Münster mehrere Gebäude beschädigt und drei parkierte Autos mitgerissen. Auch die Kantonsstrasse wurde verschüttet, konnte aber noch am Donnerstag wieder geräumt werden.
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