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  • 3. Juli 2008, 19:00, NZZ Online

    Erste Resultate der «Messenger»-Sonde

    Erste Resultate der «Messenger»-Sonde

    Starker Vulkanismus auf Merkur

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    (dpa) Der sonnennächste Planet Merkur überrascht die Astronomen durch unerwartet starken Vulkanismus. Die Raumsonde «Messenger», die erste Sonde seit mehr als 30 Jahren, die den Planeten unter die Lupe nimmt, hat riesige Lavaströme unter der Oberfläche des Planeten entdeckt. Wie die beteiligten Forscher in elf Fachaufsätzen im amerikanischen Journal «Science» vom Freitag berichten, gibt es Belege für ein gigantisches Magma-Reservoir im kleinsten Planeten unseres Sonnensystems.

    Die Nasa-Sonde hatte bei ihrem Vorbeiflug im Januar knapp die Hälfte der bisher unbekannten Hemisphäre des Merkurs kartiert. Die Astronomen rätseln nun über einen ungewöhnlichen Eisenmangel in der Merkuroberfläche. Aus früheren Beobachtungen hatten die Forscher abgeleitet, dass Eisen rund 60 Prozent der Merkurmasse ausmacht. Das ist mehr als doppelt so viel wie bei jedem anderen Planeten unseres Sonnensystems. Dennoch ist das Metall nur zu höchstens 6 Prozent in der Merkuroberfläche enthalten.

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    Ausserdem stellte «Messenger» auf dem Merkur grosse Mengen eines dunklen Gesteins fest, das vulkanischen Ursprungs zu sein scheint. So ist etwa das riesige Caloris-Einschlagbecken mit diesem Material gefüllt. Anders als bei solchem Gestein zu erwarten, enthält es laut den Messdaten sehr wenig Eisen. Die Forscher untersuchen nun, worum es sich bei dem ungewöhnlichen Gestein handeln könnte. Die «Messenger» wird noch zwei Mal am Merkur vorbeifliegen, am 6. Oktober 2008 und am 29. September 2009. Am 18. März 2011 wird sie dann in eine Umlaufbahn um den Merkur einschwenken.

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