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  • 29. August 2008, 10:22, NZZ Online

    Der Bauernhof als Energielieferant

    Der Bauernhof als Energielieferant

    Bundesamt will alternative Energien in der Landwirtschaft fördern

    Biomasse-Anlage in Remetschwil Wertvoller Kuhmist: Immer mehr Bauern nutzen Biomasse zur Stromproduktion. (Bild: NZZ / Christoph Ruckstuhl)
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    Immer mehr Landwirte wollen auf ihren Höfen auch Energie produzieren, sei es durch Photovoltaik oder aus Biomasse. Das Bundesamt für Landwirtschaft will diese Bestrebungen unterstützen – sowohl ideell wie auch durch die Gewährung von zinslosen Darlehen.

    (sda) Immer mehr Schweizer Landwirte setzen auf nachhaltige Energie, die aus Hofdünger, Abfall- und Reststoffen gewonnen wird. Dass das ökonomisch und ökologisch sinnvoll sein kann, hat das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) am Freitag an einer Medienfahrt demonstriert. In jüngster Zeit investiert die Landwirtschaft insbesondere in Photovoltaik-Anlagen. Im laufenden Jahr seien bereits rund 100 Gesuche für Unterstützung mit einer Investitionssumme von gut 11 Millionen Franken bewilligt worden, teilte das BLW mit.

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    Das Bundesamt hat gemäss Landwirtschaftsgesetzgebung die Möglichkeit, Anlagen zur Produktion von erneuerbarer Energie mit zinslosen Darlehen zu fördern. Unterstützt werden hauptsächlich Biogas- und Wärmeverbundanlagen. Zudem können Photovoltaik-, Wasserkraft- und Windkraftanlagen gefördert werden.

    Eine Strategie für Biomasse

    Gleichzeitig ist das BLW bestrebt, mit Forschungsbeiträgen und Beratung von Landwirten die eingesetzten Technologien laufend zu verbessern. Zudem engagiert sich das BLW auf der Ebene des Bundes an der Erarbeitung einer übergeordneten Biomasse-Strategie, die Grundsätze zur nachhaltigen Nutzung von Biomasse auflisten soll.

    Treibstoff, Wärme und Strom

    Grundsätzlich erachtet es das BLW als sinnvoll, wenn Hofdünger, landwirtschaftliche Abfall- und Reststoffe sowie Holz und übrige, nicht für die Nahrungsmittelproduktion genutzte Biomasse dazu verwendet werden, Treibstoff, Wärme und Strom herzustellen. Dagegen setzt das BLW hinter den grossflächigen Anbau von Biomasse für die Produktion von Bioenergie ein grosses Fragezeichen. Denn in der Schweiz sei die landwirtschaftliche Nutzfläche beschränkt. Für das Bundesamt ist klar, dass durch die stark steigenden Energiepreise und die Herausforderung, die versiegenden fossilen Energieträger zu ersetzen, die nachhaltige Energieproduktion ins Zentrum der energiepolitischen Bestrebungen rücken.

    . Lesen Sie mehr zum Thema CO2-neutral: Strom aus Kompost und Gülle
    Link: http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/articlef3jw6_1.143024.html

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