Dienstag, 02. Dezember 2008, 22:19:39 Uhr, NZZ Online
Fresenius soll Eisenpräparate besser vermarkten
(sda) Die Kooperation beschränkt sich auf den Anwendungsbereich des Blutreinigungsverfahren, wie Galenica am Mittwoch mitteilte. Fresenius ist der weltweit grössten Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für die Dialyse. Die Vereinbarung soll spätestens am 1. Januar 2009 in Kraft treten. Die zwei Eisenpräparate werden zur Behandlung von Eisenmangelanämie bei Patienten mit Nierenversagen eingesetzt. Sie werden intravenös verabreicht.
Galenica will mit dieser Vereinbarung ihre Position als Nummer Eins im weltweiten Dialysemarkt festigen. Dank des Know-Hows und seiner Marktposition solle es Fresenius gelingen, den Marktanteil der Produkte Venofer und Ferinject weiter auszubauen, heisst es im Communiqué.
Dank der Kooperation könne sich Galenica auf die Behandlungen ausserhalb des Dialysebereichs konzentrieren. 90 Prozent des Umsatzes der zwei Eisenpräparate stammen laut eigenen Angaben nicht aus dem Dialysebereich, sondern aus anderen Anwendungsgebieten.
Die Vereinbarung mit Fresenius bezieht sich auf die Märkte Europa, Nordamerika, Afrika, Lateinamerika und dem Nahen Osten. Laut Galenica ist dieser Markt für Anwendungen von intravenös verabreichenden Eisen 650 Mio. Dollar schwer. Alleine 500 Mio. Dollar entfallen auf den nordamerikanischen Markt. Dort ist Venofer laut Angaben von Galenica derzeit das führende Produkt.
Von der Kooperation mit Fresenius ist auch der amerikanische Pharmakonzern Luitpold Pharmaceuticals betroffen. Diesem hatte Galenica bereits vorher eine Exklusivlizenz für den Vertrieb von Venofer und Ferinject (das in den USA Injectafer heisst) für den nordamerikanischen Markt vergeben.
Diese Vereinbarung beschränkt sich nicht nur auf den Bereich der Dialyse, sondern gilt für alle Anwendungsbereiche. Diese Kooperation bleibt weiterhin bestehen. Im Bereich Dialyse übernimmt nun allerdings Fresenius die Vermarktung der zwei genannten Präparate. Fresenius rechnet aus den Vereinbarungen mit Galenica ab nächstem Jahr mit einem Mehrumsatz von 250 Mio. Dollar, wie ein Sprecher von Fresenius am Mittwoch sagte.
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