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  • 3. Dezember 2008, Neue Zürcher Zeitung

    Dem Klima ist die Herkunft des schädlichen CO 2 egal

    Dem Klima ist die Herkunft des schädlichen CO 2 egal

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    ra. Der Dauerstreit über die CO 2 -Grenzwerte für Neuwagen in der EU hat vorläufig mit einem kleinen Sieg der Autohersteller geendet. Dabei dürfte der zwischen den EU-Staaten und dem Europaparlament erzielte Kompromiss, wonach der Grenzwert von 120 Gramm pro Kilometer nicht schon 2012, sondern gestaffelt erst 2015 erreicht werden muss, auch dem derzeit garstigen Umfeld für die Autohersteller geschuldet sein. Die Einigung sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass nicht die beste oder zweitbeste Lösung für das Ziel eines besseren Klimaschutzes erreicht wurde. Aus ökonomischer Sicht deutlich besser als die Regulierung des CO 2 -Ausstosses – deren technische Umsetzung Autos laut Schätzungen zwischen rund 500 € und 3000 € verteuern wird – wären Kaufanreize für emissionsarme Wagen oder der Handel mit Emissionszertifikaten gewesen. Die bereits auf dem Markt befindlichen Autos mit geringem CO 2 -Ausstoss finden bis anhin oft nicht gerade reissenden Absatz. Daher wären Kaufanreize über niedrigere Mineralölsteuern, CO 2 -abhängige Fahrzeugsteuern oder sonstige Vergünstigungen (etwa erlaubtes Parkieren in Innenstädten) sinnvoll. Und über den Handel mit CO 2 -Zertifikaten in der Autobranche könnte man «Stinker» verteuern und emissionsarme Autos durch Prämien verbilligen. Noch besser – freilich aber sehr schwierig umzusetzen – wäre jedoch ein branchenübergreifender Handel mit Emissionszertifikaten. Dem Klima ist es egal, ob das schädliche CO 2 aus einem Auspuff, einem Fabrikschornstein oder einer privaten Heizung kommt.

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