Dienstag, 02. Dezember 2008, 17:48:22 Uhr, NZZ Online
Streiks bei den Lufthansa-Töchtern CityLine und Eurowings
(ap) Wie viele Passagiere von den Flugausfällen wegen des Streiks betroffen sind, hat Lufthansa laut einer Sprecherin nicht ausgerechnet. Viele Passagiere von gestrichenen Flügen dürften auf innerdeutschen Strecken das Angebot genutzt haben, ihr Flugticket für eine Fahrt mit der Bahn einzusetzen. Andere Passagiere seien «soweit möglich» umgebucht worden. Normale Lufthansa-Flüge sind vom Ausstand nicht betroffen.
Die Pilotenvereinigung Cockpit hat rund 1000 Piloten zu einem 24-Stunden-Streik bis 24 Uhr aufgerufen. Bei der Streikankündigung erklärte Cockpit, in den jeweils bereits seit Monaten dauernden Verhandlungen über neue Verträge für das Cockpit-Personal hätten die Arbeitgeber keine verhandlungsfähigen Angebote vorgelegt, so dass man die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt habe. In einer Urabstimmung hätten jeweils 99 Prozent aller stimmberechtigten Mitglieder für unbefristete Streiks gestimmt.
An Eurowings ist Lufthansa zu 49 Prozent beteiligt, die CityLine ist eine 100-prozentige Tochter. Zusammen befördern die Gesellschaften etwa 18 Millionen Passagiere im Jahr.
Leser-Kommentare: 0 Beiträge