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  • 7. Juli 2008, 13:01, NZZ Online

    Tiefpunkt bei Arbeitslosigkeit wohl erreicht

    Tiefpunkt bei Arbeitslosigkeit wohl erreicht

    Saisonal bedingter Rückgang im Juni

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    Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni in der Schweiz auf den tiefsten Stand seit sechs Jahren gesunken, hat damit aber wohl den Wendepunkt erreicht. Ausschlag gebend waren saisonale Gründe. Die Fussball-EM hatte keinen sichtbaren Effekt. Schon im Hochsommer dürfte die Arbeitslosigkeit wieder steigen.

    (ap) Auf den ersten Blick sehen die am Montag veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen des Bundes gut aus: Die Zahl der Arbeitslosen ging im Juni gegenüber dem Vormonat um 3689 auf 91'477 Betroffene zurück. Die Arbeitslosenquote sank gleichzeitig von 2,4 auf 2,3 Prozent. Das ist der tiefste Stand seit Juni 2002.

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    Vor steigenden Arbeitslosenzahlen

    Der längerfristige Vergleich und der Blick auf die saisonbereinigten Zahlen zeigen allerdings ein anderes Bild. So hat die Arbeitslosenzahl im Juni unter Ausklammerung der Saisoneffekte leicht zugenommen. Serge Gaillard, Leiter der Direktion Arbeit im Seco, sprach von einer Stagnation über die drei letzten Monate hinweg. Schon im Juli rechnet er wieder mit leicht steigenden Arbeitslosenzahlen. Die Konjunkturentwicklung deute darauf hin, dass im Juni im laufenden Zyklus wohl der Tiefpunkt erreicht worden sei.

    Sockelarbeitslosigkeit höher

    Damit bliebe die Sockelarbeitslosigkeit höher als in der letzten Hochkonjunkturphase Anfang des Jahrtausends. Im Mai 2001 war die Arbeitslosenquote bis auf 1,5 Prozent gesunken. Und auch im Mittel der Jahre 2000 und 2001 sank die Quote unter 2 Prozent. Nun rechnet das Seco mit einem Schnitt von 2,5 Prozent im laufenden Jahr und 2,6 Prozent im nächsten Jahr, wobei die Prognose für 2009 laut Gaillard mit grösseren Unsicherheiten behaftet ist.

    Im Berichtsmonat profitierten vor allem das Gastgewerbe und der Bau vom Rückgang der Arbeitslosigkeit. Ob auch die Euro 08 einen Beschäftigungseffekt hatte, lässt sich gemäss Gaillard der Statistik nicht entnehmen. Regional konnten die Tourismuskantone Graubünden und Wallis die Arbeitslosenzahlen am stärksten senken. Basel-Stadt musste als einziger Kanton eine Zunahme der Quote hinnehmen und liegt mit 2,9 Prozent als einziger Deutschschweizer Kanton auch deutlich über dem Landesmittel.

    Die lateinische Schweiz und die Ausländer sind trotz Fortschritten nach wie überdurchschnittlich stark von der Arbeitslosigkeit betroffen. In Genf ist die Arbeitslosigkeit mit 5,5 Prozent am höchsten. Bei den Ausländern beträgt die Quote 4,4 Prozent.

    Situation für Jugendliche besser

    Nochmals positive Nachrichten kamen im Juni für die Jugendlichen vom Arbeitsmarkt: Die Zahl der 15- und 24-Jährigen ohne Job sank erneut überdurchschnittlich stark, auf noch 13'170. Die Quote von 2,4 Prozent näherte sich dem gesamtschweizerischen Schnitt. Mit den Schul- und Lehrabgängern, die ab Juli auf den Arbeitsmarkt drängen, wird es aber auch hier wieder deutlich steigende Zahlen geben. Die Lage auf dem Lehrstellenmarkt hat sich gemäss der jüngsten Umfrage des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie bei den Kantonen aber entspannt.

    . Lesen Sie mehr zum Thema Lehrstellenmarkt : Entspannte Lage
    Link: http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/konjunktur_politik/entspannte_lage_auf_lehrstellenmarkt__1.778077.html

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