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  • 20. August 2008, 20:48, NZZ Online

    Das Leid der UBS ist der anderen Banken Glück

    Das Leid der UBS ist der anderen Banken Glück

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    ti. In schwierigen Zeiten nimmt das Sicherheitsbedürfnis vermögender Privatkunden in der Regel zu. Sie wollen ihr Geld in der Obhut einer Bank wissen, die möglichst für die Ewigkeit gerüstet ist. In vergangenen Krisenzeiten manifestierte sich dieses gesteigerte Sicherheitsbedürfnis hierzulande darin, dass Kundenvermögen tendenziell von kleineren Banken zu den beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse (CS) transferiert wurden. Ihre Kapitalstärke, aber auch ihr spartenmässig und geografisch breit diversifiziertes Geschäftsmodell machte sie zu «sicheren Häfen». Diese Einschätzung ist im Gefolge der jüngsten Kreditkrise teilweise korrigiert worden. Die bisher veröffentlichten Halbjahresergebnisse deuten darauf hin, dass zumindest die reputationsmässig angeschlagene UBS nicht mehr als in jeder Hinsicht krisensicher wahrgenommen wird. In den ersten sechs Monaten zogen Kunden mit Schweizer Domizil netto Gelder von 11,8 Mrd. Fr. von der Grossbank ab. Die Vermutung liegt nahe, dass ein Teil dieser Mittel zur direkten Konkurrentin CS transferiert wurde, zumal diese im Marktgebiet Schweiz einen Nettozufluss von 8,8 Mrd. Fr. registrierte. Aber auch die Private-Banking-Einheiten kleinerer Vermögensverwaltungsbanken wie Vontobel (+1,1 Mrd. Fr) oder Sarasin (+1,9 Mrd. Fr.) dürften von den Schwierigkeiten der UBS profitiert haben. In diese Richtung weist auch das Halbjahresergebnis der Raiffeisen-Gruppe. Der beachtliche Zufluss von 0,9 Mrd. Fr. und die Eröffnung von 16 000 neuen Depots deuten darauf hin, dass auch die Raiffeisenbanken vom Leid der UBS profitieren.

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