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  • 20. November 2008, 20:11, NZZ Online

    Ausverkauf an Schweizer Börse

    Ausverkauf an Schweizer Börse

    Zinssenkung verpufft an der Börse wirkungslos - UBS so tief wie nie

    Die Börse in Zürich. Die Börse in Zürich. (Bild: pd)
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    Die Schwäche an der Schweizer Börse hat sich im späten Geschäft zu einem veritablen Ausverkauf gewandelt. Die unerwartet starke Zinssenkung durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) verpuffte scheinbar im Nichts.

    (sda/Reuters) Nach einer vorübergehenden Erholung rutschten die Kurse noch tiefer ab und erreichten den tiefsten Stand seit über fünf Jahren. Gegen Schluss zeichnete sich eine leichte Erholung ab, als die US- Aktien die anfänglichen Verluste etwas eingrenzen konnten.

    Der SMI sank bis auf 5172 Zähler. Das ist der tiefste Stand seit Sommer 2003. Zum Schluss notierte der Leitindex noch 3,95 Prozent tiefer bei 5306 Punkten. Der breite SPI verlor 3,74 Prozent auf 4373 Zähler.

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    Finanzwerte am stärksten betroffen

    Erneut führten die von der Finanzkrise am stärksten getroffenen Finanzwerte die Verliererliste an. Die CS-Titel sanken um 9,8 - die UBS-Aktie um 6,4 Prozent. Zudem verbuchte UBS im Verlauf mit 10.67 Fr. erneut ein Rekordtief.

    Die Aktie der Lebensversicherung Swiss Life verlor bei einem kleinen Handelsvolumen mehr als 10 Prozent. Zurich Financial kamen auf einen kleinen Verlust und die Bâloise-Aktie legte gar mehr als 5% zu.

    Den Grund für die neuerliche Schwäche der Banken orteten die Händler in der schwachen Entwicklung des Sektors in den USA. Händler fürchteten, die Krise könnte sich doch zu einer Systemkrise ausweiten.

    Zudem bedrohe die Schieflage der US-Autoindustrie auch die Kreditmärkte, wo viele Derivate ausstehend seien. «Da tickt eine Bombe», sagte ein Händler. Auch die Aktien der Privatbanken und der Versicherungen stimmten in den Rückzug ein und verloren bis zu fünf Prozent.

    Auch defensive Werte unter Druck

    Von den Abgaben erfasst wurden auch die als defensiv beurteilten Werte und als sichere Häfen betrachteten Aktien. So sanken Nestlé um vier, Novartis um zwei und Roche um knapp sechs Prozent.

    Bei den Industriewerten gingen ABB knapp 1% schwächer aus dem Markt. Holcim mussten fast 6% abgeben. Einen Kurseinbruch um fast 15% erlebten die Aktien des Raffineriebetreibers Petroplus. Kräftig Federn lassen mit einem Minus von fast 12% musste auch die Oerlikon-Aktie.

    Gegen den Trend fester tendierten bei den Standardwerten Richemont mit anziehenden Umsätzen und bei den kleineren Werten Arpida, Sonova und bei hohem Volumen Acino.

    Die Aktie von Züblin sackten um 10% ab. Der Immobilienkonzern leidet unter der Finanz- und Immobilienkrise und musste wegen grosser Bewertungskorrekturen in Frankreich und Deutschland einen Reinverlust von 75 Mio. Fr. verbuchen.

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