Donnerstag, 08. Januar 2009, 08:54:46 Uhr, NZZ Online
Verlust von rund sieben Prozent in Tokio – Dow Jones unter 8000 Punkten
(ap) Die Angst vor einer tiefen globalen Rezession und Sorgen über den US-Finanzsektor haben die japanische Börse am Donnerstag rund 7% ins Minus gedrückt. Exportwerte litten unter dem starken Yen und den schwindenden Aussichten für eine zügige Rettung der US-Autogiganten.
In Tokio fiel der Nikkei-Index auf den tiefsten Stand seit drei Wochen. Der 225 Werte umfassende Börsenindikator beendete den Handel um 6,9% im Minus bei 7703 Punkten. Zu den Verlierern gehörten in Tokio viele Finanzwerte. Händler zeigten sich sehr beunruhigt, dass die Aktien der Citigroup in New York um fast ein Viertel auf den tiefsten Stand seit 13 Jahren gefallen waren.
Auch die übrigen asiatischen Börsen verbuchten heftige Verluste: In Südkorea belief sich das Minus auf 6,7% und in Hongkong auf 6,2 Prozent. Taiwan und Singapur tauchten um rund 4 Prozent. Einzig der chinesische Leitindex konnte sich knapp behaupten.
Am Mittwochabend hatte der Dow-Jones-Index für 30 führende Industriewerte um 5,07% nachgegeben und unter der psychologisch wichtigen Marke von 8000 Punkten geschlossen. Dies ist der niedrigste Stand seit März 2003. Neben den Problemen des Finanzsektors drückt nun auch die Krise der Autoindustrie auf die Stimmung der Investoren.
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