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  • 20. August 2008, 21:38, NZZ Online

    Keine Übervorteilung am Schweizer Benzinmarkt

    Keine Übervorteilung am Schweizer Benzinmarkt

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    T. K. Verteuert sich Erdöl, gehen die Treibstoffpreise hoch, verbilligt sich Erdöl, gehen sie zurück. Ein logisches Verhalten auf Märkten, an denen sich in den Preisen nicht allein Angebot und Nachfrage, sondern auch die Kosten reflektieren. Nur, so wettert ein Luzerner NZZ-Leser, würden die Zapfsäulenpreise im Falle teureren Erdöls rascher angehoben, als sie beim umgekehrten Kostenverlauf gesenkt würden. Der Vorwurf impliziert, dass die Verteiler im Schatten der Ölpreisentwicklung zulasten der Konsumenten ihr eigenes Süppchen kochten. Die Erdölvereinigung weist solche Unterstellung natürlich zurück. Die Verteiler bemühten sich zwar, den Anstieg der Beschaffungskosten zu überwälzen, wegen des überversorgten Treibstoffmarktes gelinge das aber nur schleppend, und im Falle billigeren Erdöls müssten sie die Zapfsäulenpreise schlagartig senken. Dass von einer Übervorteilung keine Rede sein kann, bestätigt aber auch die Autolobby. Der TCS erinnert an das preisbewusste helvetische Konsumentenverhalten: Die Nachfrage wende sich in der Regel sehr rasch den Preisbrechern zu, die übrigen Anbieter seien gezwungen, ihre Preise anzupassen. Auch die Wettbewerbskommission ist zuversichtlich. Ihre letzte Kosten-Preis-Analyse der Branche liegt zwar einige Jahre zurück, seither deute aber nichts, weder Spontaneindrücke noch Konsumentenklagen, auf vermehrtes Abzocken hin. Ob der Luzerner Leser sein Kalkül allein mit den neuerlich fallenden New Yorker Preisnotizen, nicht aber dem gleichzeitig steigenden Dollar und den erheblich höheren Frachtkosten gemacht hat?

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