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  • Agenturmeldung

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    Markt und Börse: 2. Dezember 2008, 12:05,  AWP

    AKTIEN FRANKFURT: Fest - DAX dreht ins Plus

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    FRANKFURT (AWP International) - Nach einem schwachen Auftakt ist der Deutsche Aktienindex DAX am Dienstag bis zum Mittag ins Plus gestiegen. Zuletzt gewann der Index 1,23 Prozent auf 4.449,04 Punkte. Der MDAX mittelgrosser Werte stieg um 0,97 Prozent auf 5.141,77 Zähler. Der TecDAX legte um 2,14 Prozent auf 477,44 Punkte zu. "Es zocken wohl einige Anleger mit Blick auf die Entscheidung zu den US-Autobauern heute Abend", sagte ein Händler. Derzeit hänge die Unsicherheit über GM , Ford und Chrysler wie ein Damoklesschwert über dem Markt.

    "So etwas wie die Lehman-Pleite sollte nicht noch einmal passieren", sagte der Händler. An diesem Dienstag läuft die Frist aus, innerhalb derer die US-Autobauer einen konkreten Rettungsplan für ihr Überleben vorlegen müssen, um staatliche Hilfen zu erhalten. Andere Börsianer sahen eine technische Erholung nach den deutlichen Vortagsverlusten des DAX oder verwiesen auf Gerüchte, US-Finanzminister Henry Paulson habe weitere Mittel für die Bankenbranche zur Verfügung gestellt.

    Die Finanztitel standen erneut im Mittelpunkt. Die Aktien der Deutschen Börse fielen um 5,47 Prozent auf 50,08 Euro und waren damit der schwächste Titel im DAX. Der Börsenbetreiber hatte mit der monatlichen Handelsstatistik die Erwartungen enttäuscht.

    Deutsche Bank kann einem weiteren Pressebericht zufolge trotz des stark gefallenen Aktienkurses der Postbank-Papiere nicht mit einem Nachlass auf den Kaufpreis für die Post-Tochter rechnen. "Wir gehen davon aus, dass die Transaktion zu den vereinbarten Konditionen Anfang des Jahres abgewickelt wird", sagte eine Post-Sprecherin der "Berliner Zeitung" (Dienstag). Die Aktien der Post stiegen dementsprechend um 2,44 Prozent auf 10,725 Euro. Der Kurs der Deutschen Bank fiel um 1,83 Prozent auf 24,515 Euro.

    Fresenius Medical Care (FMC) stiegen um 2,13 Prozent auf 34,10 Euro. Händler verwiesen vor allem auf technische Gründe, nachdem die Aktien am unteren Ende ihrer Handelsspanne zwischen knapp 33 Euro und gut 36 Euro angekommen waren und sich nun nach oben abstiessen. Ausserdem sei von einer Adresse grösseres Kaufinteresse zu spüren und das Papier profitiere von seiner Stellung als defensiver Wert. Die Bestätigung des mittelfristigen Umsatzziels der Mutter Fresenius für deren Krankenhausbetreiber-Sparte spielt aus Sicht des Händlers keine Rolle. Fresenius-Aktien gewannen im MDAX 0,64 Prozent auf 42,33 Euro.

    Douglas fielen um 1,58 Prozent auf 31,71 Euro. Händler verwiesen auf einen negativen Analystenkommentar als Hauptbelastungsfaktor. Goldman Sachs setzte Douglas in einer Branchenstudie auf die "Conviction Sell List" und senkte das Kursziel auf 22,30 Euro. Ein Bericht des "Handelsblatts", demzufolge der Mischkonzern Oetker die Übernahme von Douglas durchspielt und Call-Optionen des Handelskonzerns gekauft hat, ist Händlern zufolge dagegen weniger kursrelevant. Ein Händler sagte: "Oetker baut kontinuierlich seien Anteil an Douglas aus und hat der letzten Stimmrechtsmitteilung zufolge bereits 20,13 Prozent - das Interesse ist somit nicht neu."

    Im TecDAX stiegen die Aktien von Q-Cells mit einem Kursplus von 10,64 Prozent auf 23,70 Euro an die Spitze. Gestützt auf zuversichtliche Aussagen der Unternehmensleitung erholte sich die Aktie des Solarzellenherstellers zum Teil von ihrem Vortageseinbruch von rund 18 Prozent. Konzernchef Milner hatte in einem neuen Interview Aussagen zur Branchenentwicklung und seinem Unternehmen gerade gerückt.

    sf/ck