Donnerstag, 08. Januar 2009, 09:12:19 Uhr, NZZ Online
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(Agenturmeldung)
Zürich (AWP) - Die Aktien der Swiss Life Holding können sich am Dienstag zwar auch nicht dem negativen Markttrend entziehen, schneiden jedoch deutlich besser ab als andere Versicherer. Die am Morgen im Vorfeld des heutigen Investorentages getätigten Aussagen hätten zwar keinen grossen Neuigkeitswert gehabt, sagten Marktbeobachter. Doch immerhin sei es nach der Gewinnwarnung von vor zwei Wochen nicht schlimmer gekommen, wie insgeheim befürchtet wurde. Um 09.20 Uhr...
Zürich (AWP) - Die Aktien der Swiss Life Holding können sich am Dienstag zwar auch nicht dem negativen Markttrend entziehen, schneiden jedoch deutlich besser ab als andere Versicherer. Die am Morgen im Vorfeld des heutigen Investorentages getätigten Aussagen hätten zwar keinen grossen Neuigkeitswert gehabt, sagten Marktbeobachter. Doch immerhin sei es nach der Gewinnwarnung von vor zwei Wochen nicht schlimmer gekommen, wie insgeheim befürchtet wurde.
Um 09.20 Uhr stehen Swiss Life Namen 1,5% tiefer auf 71 CHF, während der Gesamtmarkt (SMI) um 1,83% nachgibt. Der Schweizer Versicherungsindex büsst zum Vergleich 3,7% ein. Allerdings hat der Swiss Life-Titel in den letzten Monaten sehr stark nachgegeben; allein seit der Gewinnwarnung sanken die Aktien um mehr als 35%.
Swiss Life sieht sich auch nach der ausserordentlich negativen Entwicklung an den Finanzmärkten weiterhin gut kapitalisiert. Die Liquiditätssituation sei komfortabel und der mittelfristige Refinanzierungsbedarf gesichert. Die Risiken in der Bilanz wurden dem Lebensversicherer zufolge markant reduziert.
Alles in allem habe Swiss Life nicht viel Neues erzählt, so der Tenor der Analysten. Dass die über den Haufen geworfenen Ziele für 2008 und 2009 erst im nächsten März ein Update erfahren, sei ebenfalls bekannt gewesen. Gewisse Hoffnungen werden indes an den im späteren Tagesverlauf startenden Investorentag geknüpft. Analysten versprechen sich einige günstige Impulse für den Aktienkurs.
Die aktuelle Situation des Lebensversicherers stimme allerdings noch wenig zuversichtlich. Da mit einem weiteren Anstieg der risikofreien Zinssätze zu rechnen sei, könnte die Solvenz I des Konzerns per Ende Jahr unter den eigenen Zielwert von 140% sinken, mahnt zum Beispiel die Bank Vontobel. Die ZKB weist darauf hin, dass angesichts des nur geringen Eigenkapitalpuffers die Risiken weiterhin dominierten.
"Zuerst müssen nun wohl harte positive Fakten auf den Tisch, um das Vertrauen der Investoren zurück zu gewinnen", bringt es die Bank Wegelin auf den Punkt.
ra/uh