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  • Agenturmeldung

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    Markt und Börse: 7. Oktober 2008, 14:59,  AWP

    AKTIEN NEW YORK/Ausblick: Schwächer erwartet - BoA im Fokus

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    NEW YORK (AWP International) - An den New Yorker Börsen rechnen Experten am Dienstag nach dem massiven Einbruch zu Beginn der Woche vorerst nicht mit einer Kurserholung. Ein Blick auf den vorbörslichen Handel lässt beim Leitindex Dow Jones Industrial weiter einen Wert unter der Marke von 10.000 Punkten erwarten. Die Krise an den Finanzmärkten und die Sorge vor einem weiteren Abrutschen der Konjunktur liess den Dow Jones am Montag unter die Marke von 10.000 Punkten rutschten und damit auf dem tiefsten Stand seit vier Jahren.

    Gegen 14.45 Uhr verlor der Dow-Future 0,07 Prozent auf 9.957 Punkte, nachdem der US-Leitindex am Vortag um 3,58 Prozent auf 9.955,50 Zähler gesunken war. Der Future auf den NASDAQ-100-Index legte hingegen 0,41 Prozent zu auf 1.412,25 Punkte. Am Montag war der NASDAQ 100 mit einem Minus von 4,05 Prozent bei 1.411,28 Zählern aus dem Handel gegangen.

    Erneut dürften die Finanzwerte die grösste Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen. Am Vormittag hatten Marktgerüchte über Liquiditätsengpässe bei führenden britischen Banken die Aktien des Branche an den europäischen Börsen teilweise massiv belastet. Die nervöse Stimmung der Investoren könnten auch auf die US-Börsen übergreifen und hier ebenfalls für Kursverluste bei den US-Bankwerten wie Citigroup , Goldman Sachs oder Wachovia sorgen, hiess es von Händlern. Allerdings erwägt die Notenbank Fed laut US-Medien weitere Hilfsmassnahmen für die angeschlagenen Finanzmärkten. Das könnte nach Einschätzung von Experten wieder etwas Ruhe an die Aktienmärkte bringen.

    Besonderes Augenmerk dürften aber den Aktien der Bank of America gelten. Der Finanzkonzern hatte am Vortag nach Börsenschluss einen schweren Gewinneinbruch und eine massive Kapitalspritze gemeldet. Der Überschuss fiel im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um mehr als zwei Drittel auf 1,18 Milliarden Dollar. Über die Ausgabe neuer Aktien sollen rund zehn Milliarden Dollar (7,4 Mrd Euro) in die Kasse kommen.

    Neben den Finanzwerten sorgte auch der Technologiekonzern Advanced Micro Devices (AMD) für Schlagzeilen. Im vorbörslichen Handel legten die Papiere zuletzt massiv zu, nachdem AMD die Ausgliederung der Chipproduktion aus dem Konzernverbund angekündigt hatte.

    Auch die Aktien des Autobauers Ford Motor dürften im Handelsverlauf das Interesse der Anleger auf sich ziehen. Die Rating-Agentur Fitch senkte das Langfrist-Rating für Ford deutlich nach unten. Marktbeobachter kommentierten die neue Einstufung für den Autobauer umgehend mit "Junk-Bond". Ausserdem setzte Fitch den Ausblick auf die künftigen Geschäfte auf "Negativ".

    Das amerikanische Biotechnologie-Unternehmen Genentech meldete den Abschluss einer Testphase für ein neues Medikament gegen Leukämie. Das Mittel "Rituxan" habe die Phase-3-Studie erfolgreich abgeschlossen. Damit ist das Unternehmen nach einer teuren Entwicklungsphase der Vermarktung des neuen Medikamentes einen Schritt näher gekommen.

    Schliesslich dürften die Anleger auch die Aktien des Aluminiumkonzerns Alcoa nach seiner zeitweise steilen Talfahrt am Vortag weiter im Blick behalten. Das Unternehmen wird an diesem Abend nach Börsenschluss mit der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen die Berichtssaison in den Vereinigten Staaten einläuten./jkr/ck