Dienstag, 02. Dezember 2008, 21:11:33 Uhr, NZZ Online
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(Agenturmeldung)
TOKIO (AWP International) - Die Aktienbörse in Tokio hat am Dienstag angesichts der Finanzkrise weiter deutlich nachgegeben. In Folge der herben Vortagesverluste an der New Yorker Wall Street büsste der Nikkei für 225 führende Werte 3,03 Prozent auf 10.155,90 Punkte ein. Zwischenzeitlich war das Börsenbarometer erstmals seit fünf Jahren unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten gefallen. Der breit gefasste TOPIX fiel um 2,15 Prozent auf den...
TOKIO (AWP International) - Die Aktienbörse in Tokio hat am Dienstag angesichts der Finanzkrise weiter deutlich nachgegeben. In Folge der herben Vortagesverluste an der New Yorker Wall Street büsste der Nikkei für 225 führende Werte 3,03 Prozent auf 10.155,90 Punkte ein. Zwischenzeitlich war das Börsenbarometer erstmals seit fünf Jahren unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten gefallen. Der breit gefasste TOPIX fiel um 2,15 Prozent auf den Schlussstand von 977,61 Punkten.
"Seit vergangener Woche befindet sich der Markt in Panik", kommentierte der Experte Koichi Ogawa von Daiwa Asset Management die erneute Talfahrt an der japanischen Börse. Viele Anleger hätten derzeit einfach keine andere Wahl und müssen ihre Aktien verkaufen. Im frühen Handel ist der Nikkei zeitweise mehr als fünf Prozent gefallen, bevor dann aber "Schnäppchenjäger" die Verluste wieder etwas eingegrenzt haben, sagte ein Händler.
Angesichts der Finanzkrise und Rezessionssorgen beschloss die japanische Zentralbank am selben Tag, die Zinsen vorerst unverändert bei 0,5 Prozent zu lassen. Doch wird in Marktkreisen noch vor Jahresende mit einer Zinssenkung möglicherweise in einem koordinierten Vorgehen mit den Zentralbanken in den USA und Europa gerechnet. Die Bank von Japan pumpte am 15. Handelstag in Folge erneut eine Billion Yen (7,1 Milliarden Euro) in den Geldmarkt, um für Stabilität zu sorgen und die Banken zu ermuntern, sich gegenseitig Geld zu leihen./ln/DP/jkr/la