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  • Agenturmeldung

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    Markt und Börse: 7. Oktober 2008, 08:40,  AWP

    AKTIEN EUROPA/Ausblick: Kurserholung nach Ausverkauf zum Wochenauftakt

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    PARIS/LONDON (AWP International) - An den wichtigsten europäischen Börsen rechnen Marktbeobachter am Dienstag mit einer Kurserholung nach der rasanten Talfahrt zum Wochenbeginn. Vor dem Hintergrund der jüngsten Zuspitzung der Finanzkrise habe die Europäische Zentralbank deutlich signalisiert, den Markt weiterhin mit der notwendigen Liquidität auszustatten, hiess es von Händlern. Ausserdem würden Investoren mittlerweile auch auf eine Zinssenkung in der Eurozone spekulieren.

    Der Future auf den EuroSTOXX 50 lässt einen um 1,58 Prozent stärkeren Start des europäischen Leitindex erwarten. Am Vortag ist der EuroSTOXX 50 noch mit einem minus von 7,86 Prozent auf 2.872,38 Punkte massiv eingebrochen.

    Die Vorgaben der US-Börsen sind am Morgen zwar sehr schwach. Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) ) schloss den Montagshandel mit einem Minus von 3,58 Prozent auf 9.955,50 Punkten. Allerdings hatten die Kurse an den New Yorker Börsen im späten Handel die frühen Verluste deutlich eingrenzen können. An der Börse in Japan sackte der Nikkei-225 am Morgen erstmals seit rund fünf Jahren zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten. Dort gab es allerdings im späten Handel ebenfalls eine Kurserholung, und der Nikkei schloss mit einem Minus von 3,03 Prozent bei 10.155,90 Punkten.

    Die Anleger würden zudem Hoffnungen auf das Krisenmanagement der europäischen Regierungen setzen, hiess es weiter von Händlern. Die EU-Finanzminister kommen heute in Luxemburg zusammen, um über gemeinsame Grundsätze bei der Rettung von angeschlagenen Banken zu beraten. Die Minister der 15 Euro-Staaten hatten sich bereits am Vorabend über erste Regeln verständigt. Staaten, die Finanzinstituten mit Milliardenspritzen helfen, sollen beispielsweise in der Lage sein, beim Management und dessen Besoldung einzugreifen.

    Neben der Finanzkrise und ihren Folgen dürften aber auch die Passagierzahlen von wichtigen Fluggesellschaften das Interesse der Anleger auf sich ziehen. So meldete die Air France-KLM am Morgen bei den Passagierzahlen für September einen Zuwachs von 0,5 Prozent. Dagegen sei der Ladefaktor um 1,4 Prozent auf 80,9 Prozent zurückgefallen. Bei der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus ist die Zahl der beförderten Passagiere im abgelaufenen Monat um 3,7 Prozent gestiegen.

    Schliesslich dürften auch die Aktien von UniCredit nach Analystenkommentaren im Mittelpunkt des Interesses der Anleger stehen. Experten der Citigroup und von JP Morgan haben jeweils ihr Kursziel für die Aktien der italienischen Grossbank gesenkt. Unterdessen meldete sich der Vorstandsvorsitzende der UniCredit, Alessandro Profumo, am Morgen in einem Zeitungsinterview zu Wort und bezeichnete das italienische Bankensystem als "absolut solide"./jkr/la