Dienstag, 02. Dezember 2008, 22:00:41 Uhr, NZZ Online
![]()
(Agenturmeldung)
FRANKFURT (AWP International) - ------------------------------------------------------------------------------- AKTIEN ------------------------------------------------------------------------------- DEUTSCHLAND: - DEUTLICHE KURSERHOLUNG - Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Dienstag zunächst deutlich erholt eröffnen. Finspreads taxierte den DAX am Morgen um 2,12 Prozent fester bei 5.501 Punkten. Händler verwiesen neben reduzierten Kursverlusten in Übersee...
FRANKFURT (AWP International) -
------------------------------------------------------------------------------- AKTIEN ------------------------------------------------------------------------------- DEUTSCHLAND: - DEUTLICHE KURSERHOLUNG - Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Dienstag zunächst deutlich erholt eröffnen. Finspreads taxierte den DAX am Morgen um 2,12 Prozent fester bei 5.501 Punkten. Händler verwiesen neben reduzierten Kursverlusten in Übersee insbesondere auf Aussagen des Euro-Finanzministers Jean-Claude Juncker, wonach Einigkeit besteht, den Konkurs systemrelevanter Finanzinstitute unbedingt zu verhindern. "Zudem signalisiert die EZB ja deutlich, den Markt weiter mit der nötigen Liquidität zu versorgen", sagte ein Händler. Spekuliert werde zudem weiter auf eine Zinssenkung. Die Weltbörsen geben mit deutlich reduzierten Kursverlusten leichte Unterstützung. Die US-Börsen schlossen zwar sehr schwach, ein noch grösserer Kursrutsch wurde jedoch abgefangen und der Future auf den Dow Jones Industrial stand zuletzt 161 Punkte über seinem Niveau zum Xetra-Schluss am Vortag. In Tokio rutschte der Nikkei-225-Index zuletzt um 2,56 Prozent, lag jedoch wieder rund 200 Punkte über der zeitweise gefallenen 10.000 Punkte-Marke./ag/la USA: - SEHR SCHWACH - Sorgen über einen weltwirtschaftlichen Abschwung haben am Montag zeitweise für panikartige Stimmung an den US-Börsen geführt. Zeitweise brach der Leitindex Dow um 800 Punkte ein. Von einer Erleichterung über die Verabschiedung des Rettungsplans für die US-Finanzbranche war nichts zu spüren. Vielmehr standen Befürchtungen über eine bevorstehende übergreifende Rezession im Vordergrund, nachdem sich die Finanzkrise auch in Europa weiter verschärft hat. Die Talfahrt der vergangenen Woche wurde daher mit unvermindertem Tempo wieder aufgenommen. JAPAN: - SEHR SCHWACH - Belastet von der Krise an den Finanzmärkten ist der japanische Nikkei 225-Index zwischenzeitlich stark abgefallen und unter die Marke von 10.000 Punkten gefallen. Zuletzt erholten sich die Kurse jedoch wieder etwas. DAX 5.387,01 -7,07% XDAX 5.431,26 -3,56% EuroSTOXX 50 2.868,97 -7,86% Stoxx50 2.522,79 -7,48% DJIA 9.955,50 -3,58% S&P 500 1.056,89 -3,85% NASDAQ 100 1.411,28 -4,05% Nikkei 225 10.186,85 -2,75% (7:15 Uhr) ACHTUNG SOMMER/WINTERZEIT! ------------------------------------------------------------------------------- ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL ------------------------------------------------------------------------------- RENTEN: - GEWINNE - Für den deutschen Rentenmarkt erwarten Experten am Dienstag vor dem Hintergrund der anhaltenden Finanzkrise erneut Kursgewinne. "Im Zuge der anhaltenden Verluste an den Aktienmärkten und der Angst davor, dass weitere Banken massive finanzielle Probleme haben könnten, suchen die Marktteilnehmer ihr Heil in Staatsanleihen", heisst es im Morgenkommentar der HSH Nordbank. Nach wie vor sei kein Ende der Vertrauenskrise und damit eine Entspannung am Interbankenmarkt in Sicht. "Die Notenbanken werden den Interbankenmarkt durch eine anhaltend grosszügige Liquiditätsversorgung weiter "ersetzen" müssen", betont das Bankhaus. Das Bankhaus sieht den richtungsweisenden Bund-Future im Tagesverlauf freundlich zwischen 116,50 und 117,90 Punkten notieren. Bund-Future 116,98 +0,66% T-Note-Future 116,81 -2,61% T-Bond-Future 119,13 -2,99% DEVISEN: - ERHOLUNG - Der Kurs des Euro hat am Dienstagmorgen gegenüber seinem Stand vom Montagabend wieder etwas zugelegt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,3571 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,3634 (Freitag: 1,3834) Dollar festgesetzt. (Alle Kurse 7:15 Uhr) Euro/USD 1,3571 +0,65% USD/Yen 102,81 +1,44% Euro/Yen 139,54 +2,09% ROHÖL - KAUM VERÄNDERT - Der US-Ölpreis hat sich am Dienstag nach dem kräftigen Rückgang vom Vortag bei der Marke von 90 US-Dollar eingependelt. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West-Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im November kostete am Morgen 89,85 Dollar und damit 2,04 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Die Sorge vor einer kräftigen Abnahme der Ölnachfrage im Zuge der jüngsten Zuspitzung der globalen Finanzkrise hatte den Ölpreis am Montag zeitweise bis auf 87,56 Dollar gedrückt. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent kletterte um 1,39 Dollar auf 85,07 Dollar. WTI (NYMEX) 85,07 +1,39 USD (7:15 Uhr) ------------------------------------------------------------------------------- PRESSESCHAU ------------------------------------------------------------------------------- - Vorentscheidung über Bahn-IPO - Preisspanne am Donnerstag, HB, S. 13 - DFL will auf Premiere zugehen, HB, S. 19 - Zetsche deutet erstmals Scheitern der Gespräche mit BMW an, HB, S. 20 - Wohnungskonzern Gagfah wappnet sich für Umschuldung, FTD - Die Industrie fürchtet eine Kreditklemme, FTD S. 10 - Salzgitter begrenzt Stahlproduktion, Interview mit Konzernchef Leese FTD, S. 23 - Sarrazin fordert staatliche Absicherung sämtlicher Einlagen, FAZ, S. 15 - TUI-Grossaktionär skeptisch über Hapag-Lloyd-Verkauf - Verschiebung, Welt, S. 14 - Opel stoppt Produktion in Bochum und Eisenach, Bild, S. 1 - Staatsanwaltschaft prüft KfW-Panne, SZ, S. 19 - Bau-Präsident und designierter BDI-Präsident Keitel fürchtet Rückkehr zum Staatsdenken - Interview, SZ, S. 22 - EU plant Zwangsregistrierung und Aufsicht von Ratingagenturen, BöZ, S. 6 - BayernInvest sieht institutionelle Anleger besser gerüstet für die Krise als in der Vergangenheit - Interview, BöZ, S. 14 - Frankreich schlägt Notfall-G8-Treffen vor, Nikkei - Australische CBA kurz vor Milliarden-Offerte für HBOS-Tochter BankWest, Australian Financial Review -------------------------------------------------------------------------------/la