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  • Agenturmeldung

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    Markt und Börse: 5. September 2008, 14:45,  AWP

    AKTIEN NEW YORK/Ausblick: Schwach - enttäuschende Arbeitsmarktzahlen

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    NEW YORK (AWP International) - Die wichtigsten US-Aktienindizes dürften am Freitag mit Verlusten in den Handel starten. Börsianer verwiesen auf die enttäuschenden US-Arbeitslosenzahlen für den vergangenen Monat als grossen Stimmungsdämpfer für den Markt. Die Arbeitslosenquote für August war auf 6,1 Prozent angestiegen, Experten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 5,8 Prozent gerechnet.

    Gegen 14.35 Uhr verlor der Future auf den Dow Jones Industrial 0,96 Prozent, nachdem der US-Leitindex am Donnerstag um 2,99 Prozent auf 11.833,23 abgerutscht war. Der Future auf den NASDAQ-100-Index fiel um 1,10 Prozent. Am Vortag war der NASDAQ 100 mit einem Minus von 3,18 Prozent auf 1.774,78 Punkte aus dem Handel gegangen.

    Aktien von Merrill Lynch waren nach einem negativen Analystenkommentar bereits vorbörslich sehr schwach und verloren knapp sechs Prozent. Händler verwiesen auf einen Kommentar von Goldman Sachs. Die US-Investmentbank hat die Aktien ihres Konkurrenten auf die "Conviction Sell List" gesetzt und das Kursziel von 28,50 Dollar auf 22,00 Dollar reduziert. Die Analysten rechnen bei der angeschlagenen Investmentbank mit weiteren Abschreibungen und Buchwertverlusten.

    Mit einem Pressebericht zu möglichen Werksverkäufen stehen Dell im Blick. Der Computerhersteller habe in den vergangenen Monaten vornehmlich asiatische Hersteller kontaktiert, um über den Verkauf der Produktionsstätten zu sprechen, schrieb das "Wall Street Journal" (WSJ) am Freitag unter Berufung auf unterrichtete Personen. Dabei gehe es um den Verkauf der meisten oder sogar aller Fabriken. Einige Werke könnten demnach auch geschlossen werden. Der US-Konzern befindet sich seit der Rückkehr des Firmengründers Michael Dell im Januar 2007 in einem radikalen Umbau und fährt einen rigiden Sparkurs.

    Eine Medikamentenstudie könnte die Aktien von Pfizer beeinflussen. In einer Studie mit dem von Pfizer und Ligand Pharmaceuticals entwickelten Osteoporose-Mittel Fablyn sind mehr Patienten gestorben als in einer Vergleichsgruppe mit einem Scheinmedikament. Dies teilte die US-Arzneimittelbehörde "Food and Drug Administration" (FDA) am Donnerstagabend mit. Ein Beraterausschuss der FDA will am Montag über das Mittel mit dem Wirkstoff Lasofoxifene beraten, heisst es auf der Internetseite der Behörde. Pfizer führte die hohe Sterberate darauf zurück, dass die Sterblichkeit in der Placebo-Gruppe ungewöhnlich gering sei. Die Toten seien vorwiegend ältere Menschen, die an Erkrankungen wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Problemen gestorben seien.

    Schliesslich könnte auch eine Anzahl von Umstufungen Impulse in den Markt bringen. So hat Merrill Lynch das Votum für Advanced Micro Devices (AMD) von "Neutral" auf "Underperform" herabgestuft. Goldman Sachs hat Halliburton und ConocoPhillips von der "Conviction Buy List" genommen./stb/la