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  • Agenturmeldung

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    Markt und Börse: 5. September 2008, 08:18,  AWP

    AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Schwacher Auftakt vor dem Wochenende erwartet

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    FRANKFURT (AWP International) - Belastet von sehr schwachen Vorgaben der Börsen in USA und Asien und der weiterhin hohen Unsicherheit an den internationalen Finanzmärkten werden die deutschen Aktienindizes am Freitag voraussichtlich erneut mit Verlusten in den Handel starten. Der X-DAX, der auf Basis des DAX-Futures den ausserbörslichen Stand des deutschen Leitindex zeigt, lag kurz nach 8.00 Uhr bei 6.220 Punkten. Das sind 0,93 Prozent weniger als beim Handelsschluss des Vortages, als der DAX 2,91 Prozent auf 6.279,57 Punkte verloren hatte.

    Am vergangenen Freitag hatte der deutsche Leitindex noch bei 6.422 Zählern geschlossen. Die Börsianer liessen sich weiter von der schwachen Kursentwicklung an den US-Börsen und den asiatischen Märkten beeindrucken und vor dem wichtigen US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag dürften sich die meisten deutlich zurückhalten, sagten Händler. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones stand am Morgen 121 Punkte unter seinem Niveau zum Xetra-Schluss vom Vortag, die asiatischen Börsen tendierten sehr schwach.

    Der Euro pendelte sich am Morgen nach der steilen Talfahrt vom Vortag bei der Marke von 1,43 US-Dollar ein. Im frühen Handel kostete er 1,4304 Dollar. Die Ölpreise bewegten sich indes kaum. Ein Fass WTI-Öl kostete am Morgen 107,77 Dollar und damit elf Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag.

    So ist es denn diesmal auch nicht der Ölpreis, sondern die steigende Konkurrenz, die die Lufthansa-Titel hierzulande in den Mittelpunkt rücken dürfte. Neben Deutschlands grösster Fluglinie hoffen offenbar noch zwei weitere Fluggesellschaften auf den Zuschlag beim Verkauf von Brussels Airlines. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" haben sich auch British Airways und die chinesische Hainan Airlines beworben. Brussels Airlines und Lufthansa hatten in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass sie sich in "konstruktiven Verhandlungen" über einen Einstieg befinden. Demnach würde Lufthansa zunächst für 65 Millionen Euro 45 Prozent der Anteile an der Brussels-Muttergesellschaft SN Airholding übernehmen, nach zwei Jahren könnte sie das Unternehmen komplett kaufen.

    Gute Nachrichten dagegen für adidas : Der russische Fussballverband will mit dem deutschen Sportartikelhersteller am kommenden Montag in Moskau ein langfristiges Kooperationsabkommen abschliessen. Laut der Agentur Interfax geht es um einen Zeitraum bis 2016 und ein Vertragsvolumen von rund 100 Millionen Euro. "Wir möchten das derzeit nicht kommentieren", hiess es von adidas. Laut Medienberichten beendet der russische Fussballverband damit seine bisherige Kooperation mit dem Sportartikelhersteller Nike . Ein Händler sagte: "Das ist sicherlich positiv, auch weil sich adidas gegen Nike durchsetzt. Die Aktie sollte besser laufen als der Markt."

    Die Finanztitel, insbesondere die Rückversicherer wie Münchener und Hannover Rück , dürften ebenfalls zum Ende der Woche nochmals die Aufmerksamkeit der Börsianer auf sich ziehen. Trotz weltweiter Finanzkrise und schlechterer Marktbedingungen gehen die Rückversicherer nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's gut gerüstet in die kommenden Monate. Der Ausblick für die Branche sei für die nächsten 12 bis 18 Monate stabil, schreiben die Moody's-Experten in einer Studie, die zum Branchentreffen "Rendez-Vous de Septembre" veröffentlicht wurde. In Monte Carlo sprechen in diesen Tagen Erstversicherer wie Allianz und Generali mit Rückversicherern wie Swiss Re , Münchener Rück und Hannover Rück über die Erneuerung der Verträge, die zum Jahreswechsel ansteht.

    Auch Analystenkommentare könnten ihre Spuren auf den Kurstafeln hinterlassen. So senkte Morgan Stanley das Kursziel für Allianz von 143 auf 142 Euro und beliess den Titel auf "Equalweight". UBS erhöhte das Kursziel für Infineon Technologies von 6,7 auf 7,3 Euro und beliess die "Buy"-Einstufung unverändert./sf/la