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  • Agenturmeldung

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    Markt und Börse: 21. August 2008, 12:06,  AWP

    AKTIEN FRANKFURT: Erholung von Vormittagsverlusten - Bericht zu Daimler stützt

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    FRANKFURT (AWP International) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag dank eines positiv aufgenommenen Presseberichts zu Daimler etwas von seinen Vormittagsverlusten erholen können. Der DAX gab gegen Mittag noch um 1,05 Prozent auf 6.251,41 Zähler nach. Für den MDAX ging es um 1,27 Prozent auf 8.215,07 Zähler nach unten. Der TecDAX verzeichnete Abschläge von 0,18 Prozent auf 795,30 Punkte.

    "Die Zeit für strategische Aktienkäufe ist noch nicht gekommen und fundamentale Käufer fehlen, so lange die US-Bankenkrise nicht vorbei ist", sagte Aktienstratege Mirko Pillep von der Helaba. Der DAX dürfte sich daher in den kommenden Tagen wieder in Richtung der 6.000-Punkte-Marke bewegen. Impulse könnten am Nachmittag von US-Daten kommen.

    Ein Bericht im "manager magazin", dem zufolge Daimler den Börsengang seiner Nutzfahrzeug-Sparte erwägt und das Sparprogramm ausweiten könnte, liess die Aktie zunächst bis auf 41,29 Euro steigen. Finanzexperten schätzten den Wert der Sparte auf 16 Milliarden Euro, hiess es weiter. Nach dem prompten Dementi des Autobauers kamen die Papiere wieder etwas zurück, lagen mit plus 1,76 Prozent auf 40,66 Euro aber immer noch mit an der DAX-Spitze.

    Die Aktie von Continental gewann nach dem Ende des Übernahmekampfes gegen die fränkische Schaeffler-Gruppe 0,57 Prozent auf 73,91 Euro. Schaeffler hatte in der Nacht zum Donnerstag das Angebot je Conti-Aktie auf 75 Euro erhöht und so für eine friedliche Einigung mit dem Autozulieferer gesorgt. Die neue Offerte sei keine Überraschung, hiess es einstimmig am Markt. Unterschiedlich erstaunt zeigten sich die Börsianer dagegen über den angekündigten Rücktritt von Konzernchef Manfred Wennemer. Fraglich sei zudem, was die Franken vorhätten, wenn ihnen mehr als die noch benötigten Anteile für die angestrebte Minderheitsbeteiligung von maximal 49,99 Prozent angeboten würden.

    Nordex-Papiere stiegen nach Zahlen um 1,19 Prozent auf 22,05 Euro. Der Windkraftanlagen-Hersteller hat trotz eines rückläufigen Gewinns im zweiten Quartal die Prognose für 2008 bestätigt. Händler bewerteten die Zahlen sowie den Ausblick als insgesamt "leicht positiv" und legten ihren Fokus auf die Entwicklung des Auftragsbestands. Nach der Gewinnwarnung im Juli sei die schlechtere Auftragslage nicht erstaunlich. Ein Börsianer zeigte sich im Vergleich zu seinen vorherigen Befürchtungen sogar positiv überrascht.

    Die Titel der IKB sprangen um 10,45 Prozent auf 2,96 Euro nach oben. Nach dem beschlossenen Verkauf der angeschlagenen Mittelstandsbank an den US-Finanzinvestor Lone Star werde nun vor allem auf das Pflichtangebot spekuliert, hiess es am Markt. Dieses muss den Aktionären in der Regel gemacht werden, sobald ein Käufer mehr als 30 Prozent der Aktien eines Unternehmens erwirbt.

    Eine positive Studie liess die Aktien von Merck um 1,71 Prozent auf 76,20 Euro steigen. Die UBS hatte die Beobachtung der Papiere des Pharma- und Chemieunternehmens mit "Buy" und einem Kursziel von 100 Euro aufgenommen. Merck biete ein robustes langfristiges Gewinnwachstum und eine im Branchenvergleich attraktive Bewertung, hiess es in einer aktuellen Studie. Papiere von Klöckner & Co verloren 4,06 Prozent auf 26,96 Euro, nachdem HSBC das Votum für die Aktien des Stahlhändlers von "Overweight" auf "Neutral" zurückgenommen und das Kursziel von 57,00 auf 31,00 Euro gesenkt hatte./gl/ck