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  • Agenturmeldung

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    Markt und Börse: 21. August 2008, 08:20,  AWP

    AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Knapp behauptet - Conti im Fokus

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    FRANKFURT (AWP International) - Deutsche Aktien dürften sich am Donnerstag angesichts leicht negativer Vorgaben zum Auftakt knapp behauptet entwickeln. Der X-DAX, der auf Basis des DAX-Futures den ausserbörslichen Stand des deutschen Leitindex zeigt, lag kurz nach 8.00 Uhr bei 6.293 Punkten und damit 0,40 Prozent tiefer als am Mittwoch. Da war der DAX mit plus 0,56 Prozent auf 6.317,80 Punkten aus dem Handel gegangen.

    Die US-Börsen hatten am Vorabend zwar etwas fester geschlossen, der Future auf den US-Leitindex Dow Jones steht aktuell aber rund 40 Punkte tiefer als zum Xetra-Schluss vom Vortag. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index etwas schwächer.

    Hauptthema am Markt ist derzeit das Ende des Übernahmekampfes um den Autozulieferer Continental, sagten Händler. Ansonsten stünden nur kleinere Unternehmen mit Zahlen auf dem Plan. Die fränkische Schaeffler-Gruppe erhöhte ihr Angebot in der Nacht auf 75 Euro je Continental-Aktie und sorgte damit für eine friedliche Einigung. Conti-Chef Manfred Wennemer sieht in dem neuen Kapitel der Unternehmensgeschichte für sich selbst offensichtlich keinen Platz mehr und tritt zum 31. August zurück. Ein Händler sagte: "Das Gebot von 75 Euro war nach den Spekulationen der vergangenen Tage jedermanns Geheimnis - das bringt nicht Neues".

    Im TecDAX legte Nordex Zahlen vor. Der Windkraftanlagen-Hersteller hat im abgelaufenen Halbjahr unter dem Strich stagniert. Der Vorsteuergewinn (EBT) stieg von 14,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 17,7 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Der Überschuss blieb mit 13,4 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Grund sei eine höhere Steuerquote, hiess es. Die Prognose für 2008 bestätigte das Unternehmen.

    Auch die Aktien der Deutschen Bank stehen im Blick. Die Bank ist wegen eines milliardenschweren Skandals um unverkäufliche US-Anleihen in das Visier der Justiz geraten. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo habe seine Untersuchungen auf die Deutsche Bank sowie die Bank of America und das Investmenthaus Goldman Sachs ausgeweitet, berichtete das "Wall Street Journal Online" am Mittwochabend (Ortszeit). Die Deutsche Bank wollte sich dazu nicht äussern. "Die Nachricht ist leicht negativ, kommt aber nicht unerwartet", sagte ein Händler. Unter dem Druck der Justiz hätten bereits mehrere andere Banken einen Rückkauf solcher Anleihen für bisher weit mehr als 50 Milliarden Dollar angekündigt. Zuvor sollen sie ihren Kunden fälschlicherweise zugesichert haben, die Papiere seien stets verkäuflich.

    Papiere der IKB sollten ebenfalls im Auge behalten werden. Der Verkauf der angeschlagenen Mittelstandsbank scheint perfekt zu sein, nachdem der Präsidialausschuss des KfW-Verwaltungsrates zugestimmt hat. Mit der Beteiligungsgesellschaft RHJ International (RHJI), die zur US-Gesellschaft Ripplewood gehört, und dem US-Finanzinvestor Lonestar gibt es dem Vernehmen nach noch zwei Bieter für IKB. Eine endgültige Entscheidung werde vom KfW-Verwaltungsrat bei seiner nächsten Sitzung im September erwartet, sagte ein Sprecher. Ein Händler sagte, dass Details auch zu der Übernahme weiterer Risiken auf der am Vormittag angekündigten Pressekonferenz abgewartet werden müssten. Aktuell werde auf Lonestar als Käufer spekuliert./gl/ck