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  • Agenturmeldung

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    Markt und Börse: 21. August 2008, 14:49,  AWP

    AKTIEN FRANKFURT/Markt erholt sich etwas von Vormittagsverlusten

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    FRANKFURT (AWP International) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag auch dank eines positiv aufgenommenen Presseberichts zu Daimler von seinen vorherigen Verlusten etwas erholen können. Besser als erwartete wöchentliche US-Arbeitsmarktdaten stützten ebenfalls. Der DAX verlor am frühen Nachmittag noch 0,74 Prozent auf 6.271,12 Punkte. Der MDAX fiel um 0,81 Prozent auf 8.253,44 Zähler. Der TecDAX arbeitete sich sukzesive ins Plus und gewann zuletzt 0,79 Prozent auf 803,01 Punkte.

    "Die Zeit für strategische Aktienkäufe ist noch nicht gekommen und fundamentale Käufer fehlen, so lange die US-Bankenkrise nicht vorbei ist", sagte Aktienstratege Mirko Pillep von der Helaba. Der DAX dürfte sich daher in den kommenden Tagen wieder in Richtung der 6.000-Punkte-Marke bewegen. Impulse könnten am späteren Nachmittag noch von weiteren US-Daten kommen.

    Ein Bericht im "manager magazin", dem zufolge Daimler den Börsengang seiner Nutzfahrzeug-Sparte erwäge und das Sparprogramm ausweiten könnte, liess die Aktie zunächst bis auf 41,29 Euro steigen. Nach dem prompten Dementi des Autobauers kamen die Papiere wieder etwas zurück, lagen mit plus 1,09 Prozent auf 40,39 Euro aber immer noch mit an der DAX-Spitze. Analyst Heiko Möhringer von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) bewertete den Bericht skeptisch. Der Autobauer sei bei den Nutzfahrzeugen recht gut aufgestellt, sagte der Experte.

    Die Aktie von Continental gewann nach dem Ende des Übernahmekampfes gegen die fränkische Schaeffler-Gruppe 0,52 Prozent auf 73,87 Euro. Schaeffler hatte in der Nacht zum Donnerstag das Angebot je Conti-Aktie auf 75 Euro erhöht und so für eine friedliche Einigung mit dem Autozulieferer gesorgt. Die neue Offerte sei keine Überraschung, hiess es einstimmig am Markt. Unterschiedlich erstaunt zeigten sich die Börsianer dagegen über den angekündigten Rücktritt von Konzernchef Manfred Wennemer. Fraglich sei zudem, was die Franken vorhätten, wenn ihnen mehr als die noch benötigten Anteile für die angestrebte Minderheitsbeteiligung von maximal 49,99 Prozent angeboten würden.

    RWE-Titel drehten ins Plus und gewannen zuletzt 0,56 Prozent auf 72,31 Euro. Händler verwiesen auf vage Spekulationen, wonach der französische Energiekonzern Electricite de France (EdF) seinen Anteil an dem Versorger EnBW veräussern wolle, um mit den Einnahmen ein Gebot für dessen Konkurrenten RWE vorzubereiten. Börsianer zeigten sich jedoch eher skeptisch. Sie verwiesen auf den schwachen Markt, in dem gern auf die Stärke defensiver Titel gesetzt werde - dafür sprach auch die Kursentwicklung bei den E.ON-Titeln , die sich mit plus 0,13 Prozent auf 39,29 Euro ebenfalls stabil hielten. Zudem sei das Gerücht, dass EdF für RWE bieten wolle, an sich nicht neu. Die Franzosen hätten entsprechende Spekulationen auch bereits dementiert, sagte ein anderer Händler.

    Nordex-Papiere stiegen nach Zahlen um 3,49 Prozent auf 22,55 Euro. Der Windkraftanlagen-Hersteller hat trotz eines rückläufigen Gewinns im zweiten Quartal die Prognose für 2008 bestätigt. Händler bewerteten die Zahlen sowie den Ausblick als insgesamt "leicht positiv" und legten ihren Fokus auf die Entwicklung des Auftragsbestands. Nach der Gewinnwarnung im Juli sei die schlechtere Auftragslage nicht erstaunlich. Ein Börsianer zeigte sich im Vergleich zu seinen vorherigen Befürchtungen sogar positiv überrascht.

    Die Titel der IKB sprangen um 8,58 Prozent auf 2,91 Euro hoch. Nach dem beschlossenen Verkauf der angeschlagenen Mittelstandsbank an den US-Finanzinvestor Lone Star werde nun vor allem auf das Pflichtangebot spekuliert, hiess es am Markt. Dieses muss den Aktionären in der Regel gemacht werden, sobald ein Käufer mehr als 30 Prozent der Aktien eines Unternehmens erwirbt./gl/la