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  • 8. Juli 2008, 13:22, NZZ Online

    Siemens streicht weltweit fast 17'000 Stellen

    Siemens streicht weltweit fast 17'000 Stellen

    Auswirkungen auf Siemens Schweiz noch unklar

    Jetzt tritt ein, wogegen Siemens-Mitarbeiter im Februar demonstriert haben. Jetzt tritt ein, wogegen Siemens-Mitarbeiter im Februar demonstriert haben. (Bild: Reuters)
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    Der deutsche Technologiekonzern Siemens baut weltweit fast 17'000 Stellen ab, davon über 5000 in Deutschland. Noch unklar sind die Auswirkungen auf Siemens Schweiz, wo gut 7200 Arbeitnehmer beschäftigt sind. Weltweit beschäftigt Siemens über 400'000 Personen.

    chs./(ap) Der Siemens-Konzern wird weltweit 16'750 Stellen streichen. Allein in Deutschland sollen 5'250 Jobs wegfallen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die nach Mitarbeitern grössten Standorte Erlangen, München, Nürnberg und Berlin sollten «dementsprechend zu den Massnahmen beitragen», hiess es.

    Besonders betroffen ist die Verwaltung. Dort sollen bis 2010 weltweit rund 12'600 Stellen abgebaut werden. Deutschland ist davon mit 3'500 Stellen betroffen. In der Zentrale sollen etwa 650 Jobs wegfallen. Die Auswirkungen der Sparmasssnahmen auf die Schweizer Siemens-Beschäftigten stehen noch nicht fest.

    Zahlen für die Schweiz noch nicht bekannt

    Zahlen für die Schweiz noch nicht bekannt

    (sda) Wie viele Stellen der Technologiekonzern Siemens in der Schweiz streicht, steht noch nicht fest. Weil die Milliarden-Einsparungen erst bis 2010 realisiert sein müssten, hofft Siemens Schweiz laut Sprecher Benno Estermann, die Reorganisation ohne Entlassungen durchführen zu können.

    Da ein allfälliger Abbau über eine längere Zeit hinweg stattfinde, könne er durch die natürliche Fluktuation aufgefangen werden. Siemens beschäftigt in der Schweiz rund 7200 Mitarbeiter, davon rund 3500 bei der Regionalgesellschaft Siemens Schweiz.

    Möglichst wenig Kündigungen 

    «Die Geschwindigkeit mit der sich das Geschäft weltweit verändert hat, hat erheblich zugenommen. Wir stellen Siemens darauf ein. Auch vor dem Hintergrund einer sich eintrübenden Konjunktur müssen wir effizienter werden», begründete Konzernchef Peter Löscher den Abbau. Siemens wolle mit Arbeitnehmervertretern schnell Verhandlungen aufnehmen, um den Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten.

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    Personalchef Siegfried Russwurm kündigte an, der Abbau werde möglichst sozialverträglich mittels Transfergesellschaften und Altersteilzeitregelungen umgesetzt. «Betriebsbedingte Kündigungen können nur das allerletzte Mittel sein», sagte er.

    Industriemontage-Sparte wird verkauft

    Neben den Sparmassnahmen in der Verwaltung will der Konzern 4'500 Stellen bei der Restrukturierung von Geschäftseinheiten einsparen. Allein im Industriesektor sollen dadurch 2'400 Stellen wegfallen, davon 1'150 in Deutschland. In der Zugsparte werden 1'800 Jobs in der Konstruktion und Fertigung gestrichen. Im Geschäft mit Bestückungsautomaten sollen bis Ende dieses Jahres weitere 330 Stellen abgebaut werden.

    Der Industriesektor ist mit weiteren 3'950 Stellenstreichungen auch am härtesten von den Verwaltungssparmassnahmen betroffen. Zudem soll die Einheit Segment Industrie Montage Services (SIMS) mit rund 1'200 Mitarbeitern verkauft werden.

    Im Gesundheitssektor will der Konzern durch Restrukturierungsmassnahmen und Einsparungen in der Verwaltung 2'800 Stellen abbauen, davon 600 in Deutschland. Im Energiesektor sollen weltweit 3'950 Arbeitsplätze wegfallen.

    . Lesen Sie mehr zum Thema Siemens: Konsequenter Umbau
    Link: http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/konsequenter_umbau_von_siemens_1.778689.html

    Lesen Sie mehr zum Thema Siemens: Zur Aktie
    Link: http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/zur_aktie_1.778947.html

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