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  • 4. Juli 2008, 13:48, NZZ Online

    iPhone verdichtet den Tarifdschungel

    iPhone verdichtet den Tarifdschungel

    Orange und Swisscom lancieren neue Preispläne für das Apple-Handy

    Apple-Chef Steve Jobs bei der Präsentation der zweiten Version des iPhones. Apple-Chef Steve Jobs bei der Präsentation der zweiten Version des iPhones. (Bild: Reuters)
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    Das iPhone dürfte auch in der Schweiz dem mobilen Internet zum Druchbruch verhelfen. Sowohl Orange als auch Swisscom haben ihre Tarife vorgestellt. Auch wenn das mobile Surfen künftig billiger wird, so nimmt doch der Tarif-Wirrwarr zu.

    (sda/mtz.) Mit dem Start des neuen iPhones wächst der Tarifdschungel: Orange und Swisscom bringen neue Preispläne für das Apple-Handy, bei denen zwar das Internetsurfen unterwegs billiger wird, die Monatsgebühren der Abos aber steigen.

    Die Swisscom verlangt an Abonnements-Monatsgebühren für das iPhone 10 bis 30 Fr. mehr als für die vergleichbaren bisherigen Abos für andere Handys. Bei Orange sind es 10 bis 19 Franken, wie die Tochter von France Télécom am Freitag bekannt gab.

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    Allerdings haben beide Telekomunternehmen beim iPhone ein Datenvolumen dazu gepackt, das in den bisherigen Abos nicht enthalten ist. Damit können sich die teureren Monatsgebühren für Leute schnell lohnen, die unterwegs viel im Internet surfen.

    Denn beim billigsten Swisscom-Abo kostet ein Datenvolumen von 1 Megabyte satte 10 Franken, während beim günstigsten iPhone-Abo 100 Megabytes (MB) inklusive sind. Orange verlangt pro MB gar 15 Franken, während iPhone-Nutzer nun 1 Gigabyte (GB) inklusive haben.

    Abo-Wirrwarr

    Beide Mobilfunkunternehmen bringen fürs Apple-Handy je drei neue Abonnements auf den Markt. Während die Swisscom die neuen iPhone- Abos auch den Besitzern anderer Handys anbietet, bleiben die grosszügigen Datenvolumen bei Orange auf Apples Kultgerät beschränkt.

    Womit der Tarifdschungel wächst. Die Unterschiede liegen in den Preisen, der Mindestvertragsdauer und dem enthaltenen Datenvolumen. Zudem ist bei Orange eine gewisse Menge an SMS und Gesprächsminuten inklusive. Auf der anderen Seite bietet die Swisscom ein Prepaid- iPhone für Leute an, die sich nicht als Abonnent verpflichten wollen.

    Damit gehe der Tarif-Wirrwarr weiter, kritisiert Ralf Beyeler vom Internetvergleichsdienst Comparis: «Je weniger der Kunde den Durchblick hat, desto grösser ist die Gefahr, dass er zu einem Angebot greift, für das er zuviel zahlt.»

    Surfen wird billiger

    Erfreulich seien dagegen die billigeren Preise für die Datenübertragung. Die in den Abos enthaltenen Datenvolumen seien grosszügig, urteilte Beyeler.

    Um Schocks bei den Kunden wegen der hohen Monatsrechnung zu vermeiden, mussten die Swisscom und Orange zur Einführung des neuen iPhones in der Schweiz am nächsten Freitag die Datenpreise senken. Denn seit dem Start von Apples Handy vor einem Jahr, das mit Innovationen wie dem berühungsempfindlichen Bildschirm eine viel einfachere Bedienung brachte, macht das Surfen unterwegs nun Spass.

    Obwohl das iPhone der ersten Generation noch nicht mit schnellen Übertragungsstandards ausgerüstet war, haben deren Besitzer ein Vielfaches mehr an Daten übertragen als die Nutzer anderer Handys. Einen nochmaligen Schub dürfte das neue iPhone bringen, mit dem man dank dem schnellen Übertragungsstandard HSDPA auch unterwegs schnell (bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde) surfen kann.

    . Lesen Sie mehr zum Thema Telekombranche : Auf der Suche nach der Zukunft
    Link: http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/die_telekombranche_sucht_die_zukunft_1.766312.html

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