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  • 4. Dezember 2008, 09:42, NZZ Online

    Schweizer Wirtschaft stagniert

    Schweizer Wirtschaft stagniert

    Im dritten Quartal zum ersten Mal ein Nullwachstum seit vier Jahren

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    Das Wachstum der Schweizer Wirtschaft steht still. Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) hat sich von Juli bis September gegenüber dem zweiten Quartal nicht verändert. Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg das BIP allerdings noch um 1,6 Prozent.

    chs./(ap) Das Wirtschaftswachstum in Schweiz ist im dritten Quartal zum Erliegen gekommen. Das ist das erste Nullwachstum seit vier Jahren. Der Abschwung fiel überraschend deutlich aus. Viele Ökonomen haben für das dritte Quartal noch ein leichtes Wachstum erwartet.

    Wie rasch sich die Wirtschaft abgekühlt hat, zeigt sich auch deutlich im Vorjahresvergleich: In den ersten beiden Quartalen waren noch Wachstumsraten von 3,1 und 2,6% erreicht worden. Im dritten Quartal waren es nur noch 1,6 Prozent.

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    Rückläufige Investitionen bremsen

    Stark bremsend wirkten von Juli bis September vor allem die rückläufigen Investitionen. Sie schrumpften insgesamt um 1,4% und damit doppelt so stark wie im zweiten Quartal. wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilt.

    Die Investitionen auf dem Bau gingen um 0,9% zurück; doppelt so stark schrumpften die Ausrüstungsinvestitionen mit 1,8 Prozent. Nur weil die Exporte und der private Konsum zulegten, kam die Wirtschaft haarscharf um ein Minus herum.

     

    Privatkonsum stützt Wirtschaft

    Als Konjunkturstütze erwies sich der private Konsum. Zudem wurden 1,2% mehr Waren und Dienstleistungen exportiert. Die privaten Haushalte etwas mehr (+0,3%), und auch der Staat gab mehr aus (+0,7%). Der private Konsum legte zu, weil die Konsumenten vor allem für Möbel, Haushaltgeräte und Kleider sowie für Verkehr und Freizeit mehr ausgaben als im Vorquartal.

    Der private Konsum trägt gut 60% zum BIP bei. Seco-Chefökonom Aymo Brunetti spricht von einer vergleichsweise robusten Entwicklung der Konsumausgaben, auch wenn das Wachstum im zweiten Quartal noch doppelt so hoch gewesen sei. Positive Wachstumsimpulse steuerte auch die Handelsbilanz bei. Die Exporte nahmen um 1,2% zu, während sich die Importe um 0,7% verringerten.

    Rezession statt sanfte Landung

    Von einer sanften Landung für die Schweizer Konjunktur ist nicht mehr die Rede. Bis Mitte 2009 rechnet das Seco mit negativen Wachstumsraten und damit definitionsgemäss mit einer Rezession. Brunetti betonte aber, entscheidend sei die mittelfristige Entwicklung und die Frage, wie rasch der Aufschwung wieder in Gang komme.

    Die Ökonomen des Bundes wollen ihre neue Konjunkturprognose zwar erst am kommenden 15. Dezember veröffentlichen.

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