Dienstag, 02. Dezember 2008, 22:28:13 Uhr, NZZ Online
Positiver Auftakt zur US-Berichtssaision
(sda/dpa) Der US-Aluminiumkonzern Alcoa kämpft weiter mit steigenden Energiekosten und sinkenden Gewinnen. Der Überschuss fiel im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Viertel auf 546 Mio. Dollar.
Der Umsatz sank durch den Verkauf einer Sparte um knapp 6% auf 7,6 Mrd. Dollar. Ohne diesen Effekt erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 12%, wie Alcoa am Dienstag mitteilte.
Auf den Gewinn drückten Produktionsausfälle in Australien und Texas. Dagegen schaffte es Alcoa, seine Marktpreise zu erhöhen. Die höheren Aluminiumkosten hätten die gestiegenen Kosten mehr als ausgeglichen, wird mitgeteilt.
Mit seinen Ergebnissen übertraf der Konzern aber die Erwartungen der Analytiker und sorgte am Dienstag für einen positiven Auftakt der US-Berichtssaison.
Traditionell legt Alcoa als erstes US-Schwergewicht seine Zahlen vor. Das Abschneiden gilt als wichtiges Signal für die Lage der US- Wirtschaft angesichts rasant steigender Kosten und der Konjunkturflaute.
Die Alcoa-Aktie legte nachbörslich deutlich zu. Marktteilnehmer reagierten mit Blick auf die weitere Berichtsaison erleichtert. Bisherigen Schätzungen von Experten zufolge werden die Gewinne der grossen US-Unternehmen allerdings im Schnitt rund zehn Prozent niedriger ausfallen als vor einem Jahr.
Der einstige Branchenerste Alcoa liegt mittlerweile weltweit auf Platz drei unter den Aluminium-Produzenten. Marktführer sind nach Übernahmen die russische Rusal-Gruppe und der britisch-australische Rio-Tinto-Konzern.
US-Berichtsaison:
Märkte erwarten Gewinneinbruch
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