Samstag, 06. September 2008, 03:41:39 Uhr, NZZ Online
tay. Der spektakuläre Wimbledon-Final ist kaum verdaut, da steht mit dem Suisse Open in Gstaad quasi der Digestif parat. Rechtzeitig zum Beginn des bis kommenden Sonntag dauernden ATP-Turniers in den Berner Alpen hat sich das Wetter gebessert, nachdem die Qualifikationspartien am Wochenende noch unter regnerischen Bedingungen stattgefunden hatten. Die (meteorologischen) Aussichten sind gut für diese Woche. Ebenso gut sind die Perspektiven (nach dem Out Lammers) für sechs der insgesamt sieben engagierten Schweizer.
Der topgesetzte Stanislas Wawrinka (ATP 10) – in der ersten Runde im Einzel mit einem Freilos – bezwang zusammen mit Partner Stefan Bohli das Duo Cipolla/Vanek in zwei Sätzen. Wawrinka/Bohli treffen im Viertelfinal auf das mit einer Wild Card gestartete österreichisch-schweizerische Doppel Oswald/Scherrer, welches überraschend das als Nummer 3 gesetzte Paar Skoch/Zovonko in drei Sätzen bezwungen hat. Das siegreiche Duo dieses Schweizer Derbys trifft im Halbfinal voraussichtlich auf die topgesetzten Tschechen Cermak/Vizner.
In der Einzelkonkurrenz vermochte sich der Zürcher Michael Lammer (351) abermals nicht gegen den Spanier Guillermo Garcia-Lopez (88) durchzusetzen, gegen welchen er 2007 schon den Final des Challenger-Turniers in Tunis verloren hatte. Zwar konnte Lammer den ersten Satz noch gewinnen (7:5) und im zweiten Durchgang mit 3:1 in Führung gehen, doch gab er sieben Games in Folge ab. Garcia-Lopez entschied die Sätze zwei und drei dem Ranking entsprechend klar für sich (6:3, 6:2).
Lammer scheiterte damit beim vierten Versuch zum vierten Mal nach 2003, 2005 und 2007 bereits in der ersten Runde in Gstaad – und wartet weiterhin auf seinen zweiten ATP-Sieg seit dem Erfolg gegen Kevin Kim am US Open 2005. Für Lammer ist das Turnier aber noch nicht zu Ende. Er tritt mit dem 21-jährigen Aargauer Alexander Sadecky noch im Doppel gegen die als Nummer 4 gesetzten Levinsky/Polasek an.
Auf heute Dienstag, dem «Family Day» in Gstaad, ist das Duell zwischen Robin Roshardt (588) und Stefan Bohli (137) angesetzt. Die beiden dank Wild Cards ins Tableau gerutschten Schweizer sollen neben Zugpferd Wawrinka für weitere «Swissness» am Heimturnier sorgen. Auf den Sieger dieser Partie zwischen dem dritt- und dem siebentbesten Schweizer Tennisspieler wartet im Viertelfinal mit Wawrinka der Gstaad-Finalist von 2005.
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