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  • Agenturmeldung

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    : 21. November 2008, 14:50,  SI-Sportticker

    Video-Aufnahmen belasten YB-Sicherheitsdienst

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    Der Sicherheitsdienst im Berner Stade de Suisse gerät unter Druck.

    Von den Vorkommnissen im Gästesektor während des Spiels am Sonntag gegen Luzern gibt es stark voneinander abweichende Video-Aufnahmen. YB hat eine externe Untersuchung eingeleitet.

    Der Stadion-Sicherheitsdienst war während des Spiels offenbar nach Aufforderung der Stadionbetreiber in den Gästesektor gegangen, um ein Plakat mit der Aufschrift "www.nein-zu-polizeiwillkür.ch" zu entfernen. Diese Internetseite wirbt für das Referendum gegen den Beitritt des Kantons Luzern zum Anti-Hooligan-Konkordat und war zuvor auch schon in anderen Stadien zu sehen gewesen.

    Über die Vorgehensweise der Sicherheitsleute gibt es widersprüchliche Aussagen. Luzerner Fan-Organisationen kritisierten, dass die Sicherheitsleute mit Schlagstöcken unbegründet und übertrieben zugeschlagen oder sogar auf Unbeteiligte eingedroschen hätten. Auf Videoaufnahmen der Stadion-Überwachungskameras war davon jedoch nichts zu sehen. Jörg Häfeli, Präsident der Fankommission der Swiss Football League (SFL), bezeichnete den Einsatz der Protectas-Leute aufgrund dieser Aufnahmen als korrekt.

    Nun sind jedoch Videoaufnahmen des FCL-Sicherheitsdienstes Securitas aufgetaucht, die massive Übergriffe der Protectas-Leute dokumentieren. Häfeli sagt zu den neuen Aufnahmen: "Nach heutigem Wissensstand bezeichne ich den Einsatz eindeutig als unverhältnismässig." Er könne sich das Zustandekommen von "zwei völlig unterschiedlichen Videosequenzen" nicht erklären, wurde er gestern in der "Berner Zeitung" zitiert.

    Damit stehen auch die Betreiber des Stade de Suisse unter Druck. Ein externer Videotechniker soll die Aufnahmen der Stadion-Kameras zusammengestellt haben. "Eine externe Untersuchungsorganisation soll die Vorfälle in unserem Auftrag aufklären", sagt Stadion-CEO Stefan Niedermaier. Er wolle jetzt endlich Klarheit. "Sollte sich herausstellen, dass bei uns etwas schief lief, wird es Konsequenzen haben." Auch die Luzerner Fan-Organisationen überlegen sich eine Anzeige.

    Die Firma Protectas begrüsste gestern die externe Untersuchung und werde "die nötigen personellen und/oder einsatztaktischen Massnahmen" ergreifen, falls die Untersuchung ein unverhältnismässiges Vorgehen von einzelnen Angestellten ergebe.

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