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    Fußball: 20. November 2008, 14:46,  SI-Sportticker

    Nur Erfolgsmeldungen im Schlussbericht

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    Der Schlussbericht zur EURO 2008 fiel wie erwartet positiv aus. "Er enthält fast nur Erfolgsmeldungen", sagte Bundesrat Samuel Schmid.

    Was schon am 26. Juni, am Tag nach dem letzten EM-Spiel in der Schweiz, dem Halbfinal in Basel zwischen Deutschland und der Türkei, von den Organisatoren angedeutet wurde, steht nun im Schlussbericht an den Bundesrat schwarz auf weiss: Der Schweiz ist es gelungen, einen tollen Grossanlass zu organisieren, oder "eine Erfolgsgeschichte" zu schreiben, wie es Bundesrat Schmid ausdrückte.

    "Es wird erwartet, dass der vom Parlament bewilligte Kredit von 82,5 Millionen Franken in der Schlussrechnung um rund 10 Prozent unterschritten wird. Wir rechnen, dass wir unter der 70-Millionen-Grenze bleiben." Zudem resultieren aus der Quellenbesteuerung der Fussballer für die Schweiz Einnahmen von rund 4,3 Millionen Franken.

    Ein Erfolg soll die EURO auch in weniger exakt messbaren Sparten gewesen sein. Eine Studie in sieben Ländern ergab, dass die Schweiz in für den Tourismus relevanten Bereichen ihr Image verbessern konnte. Deutsche und Holländer, zwei für den hiesigen Fremdenverkehr wichtige Nationen, beurteilten die Schweizer nach der EM als zuverlässiger, freundlicher, fröhlicher und leidenschaftlicher als in Umfragen vor dem Turnier.

    In der Bilanz finden sich auch weniger rosige Aspekte, besonders bei der erhofften Wertschöpfung. Die Voraussagen rieten gemäss Weibel zur Vorsicht. Es sei realistisch, weder makroökonomische Ergebnisse noch nachhaltige wirtschaftliche Effekte zu erwarten.

    Immerhin, sagte Weibel, stimme das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Er verwies auf die bescheidenen Aufwendungen der EURO etwa im Vergleich zur Expo 2002 (1,6 Milliarden Franken) und hielt fest, dass ein positiver Eindruck bleibt. "Die Leute behalten uns offenbar als offenherzige Gastgeber in Erinnerung, und das ist für ein Tourismusland enorm wichtig."

    Mega-Events nur schweizweit möglich

    Der Schlussbericht stellt auch Erkenntnisse und Lehren dar für allfällige zukünftige Schweizer Kandidaturen von Sport-Grossanlässen. "Es ist nicht möglich, jedes Jahr einen Grossanlass in die Schweiz zu bringen", sagt Schmid. Man müsse frühzeitig den Bund in die Organisation einbeziehen, denn es brauche frühe Koordinations- und Verbundarbeit.

    Die aufgesetzte "Plattform Sicherheit Schweiz" hat gemäss Schmid gut funktioniert. Sie habe eine effiziente Koordination zwischen Bund, Kantonen, Host Citys und Privaten ermöglicht. Schmid kam daher zum Schluss, dass Mega-Events wie Olympische Spiele nur schweizweit durchgeführt werden können. "Ich glaube nicht, dass sich ein solcher Grossanlass auf Genf oder St. Moritz beschränken könnte."

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