Donnerstag, 08. Januar 2009, 20:19:19 Uhr, NZZ Online
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(Agenturmeldung)
Die sechsfache Hawaii-Siegerin Natascha Badmann startet in der Nacht auf Sonntag Schweizer Zeit erstmals seit ihrem Debüt 1996 nicht als Favoritin an der Ironman-WM auf Big Island. Die 41-jährige Kündoldingerin gilt nach ihrem füchterlichen Radsturz vor zwölf Monaten auf Hawaii und der noch immer nicht komplett wieder erlangten Oberkörper-Bewegungsfreiheit als krasse Aussenseiterin. Sollte Badmann bei ihrem zwölften Hawaii-Start zum zehnten Mal ins Ziel...
Die sechsfache Hawaii-Siegerin Natascha Badmann startet in der Nacht auf Sonntag Schweizer Zeit erstmals seit ihrem Debüt 1996 nicht als Favoritin an der Ironman-WM auf Big Island.
Die 41-jährige Kündoldingerin gilt nach ihrem füchterlichen Radsturz vor zwölf Monaten auf Hawaii und der noch immer nicht komplett wieder erlangten Oberkörper-Bewegungsfreiheit als krasse Aussenseiterin. Sollte Badmann bei ihrem zwölften Hawaii-Start zum zehnten Mal ins Ziel und gleichzeitig wiederum in die Preisgeldränge kommen (Top 10), wäre dies als mittlere Sensation zu werten.
Der Ehrgeiz von Badmann lässt zwar nur eine Zielvorgabe in diesem Bereich zu. Doch gleichzeitig gibt die Schweizer Iron(wo-)man-Ikone zu, dass sie sich die Option einer Aufgabe offen hält - im Falle von nicht nachlassenden Schmerzen. Erst vor zwei Wochen entschloss sich Badmann definitiv zum Start am 30-jährigen Jubiläumswettkampf auf Hawaii. Davor schaffte sie es im Trainingslager auf Gran Canaria erstmals in diesem Jahr, 30 Minuten am Stück im Meer durchzucrawlen.
Es wäre bereits eine Überraschung, wenn Badmann im Falle eines Hawaii-Zieleinlaufs wiederum die beste Schweizer Rangierung realisieren sollte. Hiefür wären eher die beiden Sieger des diesjährigen Ironman Switzerland zuständig, Ronnie Schildknecht (29) und Sibylle Matter (35). Schildknecht fühlt sich nach Platz 15 vor zwei Jahren und seiner Aufgabe im Vorjahr nun reif, als erster Schweizer Mann seit Christoph Mauch (2001/10.) die Top 10 zu erreichen. Sibylle Matter hatte bei ihrem ersten Hawaii-Start (2002) auf Anhieb die Top Ten (9.) und damit die Preisgeld-Ränge erreicht.
Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen gelten die Titelverteidiger als Kronfavoriten. Chrissie Wellington (31/Gb) ist in Langstrecken-Triathlons als Profi in sechs entsprechenden Wettkämpfen noch unbesiegt; der Australier Chris McCormack (35) ist auf der Marathon-Strecke auf Hawaii jeweils so schnell wie kein anderer.