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  • Agenturmeldung

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    Leichtathletik: 5. September 2008, 20:56,  SI-Sportticker

    Jamaikanerin Ennis-London unter Dopingverdacht

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    Obwohl die jamaikanische Hürdensprinterin Delloreen Ennis-London, am Dienstag Siegerin in Lausanne, gemäss Online-Ausgabe der US-Zeitschrift "Sports Illustrated" per Post verbotene Substanzen erhalten hat, durfte sie am Freitag am Golden-League-Meeting in Brüssel starten - und siegte erneut.

    Ennis-London soll zwischen Juni 2006 und Februar 2007 via Internet zwei Lieferungen mit Wachstumshormonen und eine mit Östrogen an ihre Adresse nach Texas bestellt haben. Die WM-Zweite von 2005 und Olympia-Fünfte gab daraufhin in einem Statement zu, zwei Sendungen erhalten zu haben, jedoch ohne davon Gebrauch zu machen. Ennis-London erklärte, dass sie wegen vaginalen Blutungen nach medizinischen Alternativen gesucht habe. Darauf hat sie beim "Hormon-Therapisten" Viktor Shabana eine Bestellung aufgegeben, nachdem dieser ihr versichert habe, dass die Mittel sauber seien.

    Als das erste Paket eintraf, war sie gemäss eigener Aussage jedoch nicht zu Hause. Ihr Mann habe es geöffnet und daraufhin festgestellt, dass eine Substanz illegal gewesen sei. Danach soll er umgehend die Klinik darüber informiert haben. Dennoch kam im Februar 2007 ein zweites Paket. Dieses sei jedoch nicht geöffnet worden, als sie festgestellt habe, dass es von der gleichen Klinik gekommen sei. Ihr Ehemann soll danach erneut Shabana kontaktiert haben, worauf die Sendungen stoppten.

    Ennis-London soll gemäss "Sports Illustrated" allerdings nicht die einzige Jamaikanerin gewesen sein, der Dopingmittel zugesandt wurden. Weiter soll der 400-m-Hürdenspezialist Adrian Findlay Testosteron erhalten haben. Dieser bestreitet den Sachverhalt.

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