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  • 15. August 2008, 22:30, NZZ Online

    Verpatzter Einstand Klinsmanns

    Verpatzter Einstand Klinsmanns

    FC Bayern verspielt gegen den Hamburger SV eine 2:0-Führung

    Auf Jürgen Klinsmann wartet im FC Bayern noch etwas Arbeit. Auf Jürgen Klinsmann wartet im FC Bayern noch etwas Arbeit. (Bild: Reuters)
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    Jürgen Klinsmann hat eine erfolgreiche Premiere als Trainer in der Bundesliga verpasst. Der Meister Bayern München gab in einem flotten und abwechslungsreichen Saison-Eröffnungsspiel gegen einen starken Hamburger SV eine 2:0-Führung aus der Hand und kam nicht über ein 2:2-Remis hinaus.

    sos. Zwei Penaltys, die herzhaft diskutiert wurden, zwei Pfostenschüsse, die dem HSV den Sieg hätten bringen können, zwei Tore auf beiden Seiten, die ein gerechtes Remis ergaben: Der Auftakt der Bundesligasaison 2008/09 war eine spektakuläre Angelegenheit, was nicht allein am neuen FC Bayern des «Bessermachers» («Abendzeitung») Jürgen Klinsmann lag. Der HSV lieferte in der Arena eine exzellente Leistung. Die Münchner gingen mit einem Handicap in den Match. Ihnen fehlten sowohl Franck Ribéry wie auch Luca Toni wegen Verletzungen; Toni Kroos vertrat wie schon beim Cup-Match in Erfurt beim 4:3 den Franzosen, auch Lukas Podolski rückte erneut in die Startformation.

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    Der Beginn allerdings zeigte Hamburg spielerische Vorteile. Die Mannschaft des niederländische Trainers Jol brachte gute Kombinationen, das Mittelfeld war mit de Jong und Trochowski dem der Bayern anfangs überlegen. Nachdem Olic eine Chance verpasst und das Tor verfehlt hatte, traf der kroatische Internationale in der elften Minute nur den Pfosten. Doch im Gegenzug gingen die Bayern nach einem Einwurf in Führung: Bastian Schweinsteiger nahm den abgefälschten Ball direkt, Keeper Frank Rost war chancenlos. Der nächste aussichtsreiche Angriff der Bayern brachte bereits das 2:0. Wieder war Schweinsteiger, der auffälligste Münchner, beteiligt: Joris Mathijsen umklammerte den Mittelfeldspieler, der die Gelegenheit nutze, um zu sinken. Podolski verwandelte den Strafstoss sicher (16.). Der HSV war allerdings kaum irritiert von der klaren Führung, nur neun Minuten später kam der Ausgleich durch den ehemaligen Bayern-Professional Paolo Guerrero, der eine Flanke Trochowskis per Kopf unhaltbar für die neue Nummer eins des FC Bayern, Michael Rensing, verwertete.

    Der Match blieb auch weiterhin spektakulär. Die Bayern wollten den Angriffsbemühungen der Norddeutschen nicht nachstehen, auch sie zeigten mitunter hervorragende Spielzüge. Lukas Podolski, der in der zweiten Hälfte munteres Pressing spielte und das Laufpensum eines Marathon-Aspiranten absolvierte, hätte nach einer Kombination mit Klose aus kurzer Distanz treffen müssen. Der Ausgleich ergab sich aus einem diskussionswürdigen Penalty. Trochowski, der eines seiner stärksten Spiele für die Hamburger zeigte, verwandelte. Klinsmanns Einstand hielt, was der Trainer versprach. An Engagement hat es nicht gemangelt, die Feinabstimmung allerdings lässt noch etliche Wünsche offen. Wie es sich verhält, wenn diese Mannschaft, die auf Dominanz und nicht auf Konterspiel getrimmt zu sein scheint, auswärts unter Druck gerät, dürfte eine der spannenderen Fragen werden. Fünf Gegentore in zwei Spielen sind keine Offenbarung.

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    Link: http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/fussball/nachhilfe_im_neuen_denken_1.807110.html

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