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  • Agenturmeldung

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    Radsport: 6. Oktober 2008, 19:52,  SI-Sportticker

    Schumacher und Piepoli positiv getestet

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    Nach Riccardo Ricco sind zwei weitere Fahrer der Tour de France positiv auf das EPO-Nachfolgeprodukt CERA gestetet worden: Der Deutsche Stefan Schumacher und der Italiener Leonardo Piepoli.

    Laut der Internetseite der französischen Sportzeitung "L'Equipe" wurde Schumacher, der beide Zeitfahren gewann und während zwei Tage im "Maillot jaune" unterwegs war, positiv auf CERA getestet. Hans-Michael Holczer, Schumachers Teamchef bei Gerolsteiner, liess keine Zweifel an der Schuldigkeit seines Teamleaders offen. "Tour-Direktor Christian Prudhomme hat mir das bestätigt. Ich habe keinen Zweifel daran, dass es stimmt." Holczer kündigte rechtliche Schritte gegen seinen Teamleader an. "Wir sind alle betrogen worden von diesem Menschen. Ich werde bis zum letzten Cent, den ich besitze, mit allen Konsequenzen und allen Möglichkeiten, die ich habe, versuchen, ihn zivilrechtlich zu verklagen", sagte Holczer.

    Leonardo Piepoli wurde laut der französischen Anti-Doping-Agentur (AFLD) am 4. und 15. Juli positiv auf CERA getestet. Piepoli und sein Landsmann Ricco waren von ihrem Team Saunier Duval, das sich nach Riccos Geständnis aus der Tour zurückgezogen hatte, entlassen worden: Der zweifache Etappensieger Ricco wegen des positiven Testergebnisses, Piepoli wegen "Verletzung der Ethikregeln des Teams".

    Der geständige Ricco wurde vom CONI für zwei Jahre gesperrt. Bis dato ist Piepoli bei der von Mauro Gianetti geleiteten Equipe nie Dopingmissbrauch nachgewiesen worden. Der in La Chaux-de-Fonds wohnende Piepoli, der die Bergankunft der 10. TdF-Etappe gewann, hat sich am Freitag vor dem Nationalen Olympische Komitee Italiens (CONI) zu verantworten.

    Laut Pierre Bordry, dem AFLD-Direktor, wurde bei Piepoli das gleiche verbotene Mittel wie bei Ricco festgestellt. Es handelte sich dabei um CERA, einem EPO-Präparat der so genannten dritten Generation. Um Fahrer mit aussergewöhnlichen Blutwerten nachzukontrollieren, hatten die Experten im Labor von Châtenay-Malabry Proben diverser Athleten zurückbehalten.

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