Donnerstag, 04. Dezember 2008, 07:54:56 Uhr, NZZ Online
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(Agenturmeldung)
Alleinige Gewinnerin des Golden-League-Jackpots in der Höhe von einer Million wurde die 19-jährige 800-m-Olympiasiegerin Pamela Jelimo aus Kenia. Sie siegte souverän zum sechsten Mal beim sechsten Golden-League-Start. Nach ihrer Niederlage bei den Olympischen Spielen in Peking verlor die Hochsprung-Dominatorin Blanka Vlasic aus Kroatien im letzten Golden-League-Meeting der Saison in Brüssel auch noch ihren Anteil von einer halben Million Dollar. Pamela Jelimo liess...
Alleinige Gewinnerin des Golden-League-Jackpots in der Höhe von einer Million wurde die 19-jährige 800-m-Olympiasiegerin Pamela Jelimo aus Kenia. Sie siegte souverän zum sechsten Mal beim sechsten Golden-League-Start.
Nach ihrer Niederlage bei den Olympischen Spielen in Peking verlor die Hochsprung-Dominatorin Blanka Vlasic aus Kroatien im letzten Golden-League-Meeting der Saison in Brüssel auch noch ihren Anteil von einer halben Million Dollar.
Pamela Jelimo liess über 800 m wie erwartet nichts mehr anbrennen und setzte ihren Siegeszug auch im sechsten Golden-League-Meeting fort. Damit sicherte sich die 18-jährige Kenianerin aus Kapsabet im Rift Valley, die in Peking als erste Frau ihres Landes eine Olympia-Goldmedaille gewonnen hat, ganz alleine den Jackpot von einer Million Dollar. Jelimo lief einmal mehr nur gegen die Uhr. Angeführt von der russischen „Edel-Tempomacherin“ Swetlana Kljuka (Olympia-Vierte von Peking) absolvierte sie die erste Bahnrunde in 55,41 noch schneller als in Zürich (55,66), wo sie mit 1:54,01 in der Weltbestenliste auf Rang 3 vorgerückt war. Danach brach sie allerdings ein wenig ein, sodass sie sich mit 1:55,16 begnügen musste. Dennoch nahm sie der Olympia-Zweiten und Weltmeisterin Janeth Jepkosgei (Ken) 3,69 Sekunden ab. Jelimos Dominanz ist eine schier unglaubliche Geschichte, da sie erst seit diesem Jahr über 800 m läuft. Davor war sie über 200 und 400 m angetreten und hatte für sich in der Leichtathletik keine Zukunft gesehen.
Vlasic, die sich nach den Siegen in Berlin, Oslo, Rom, Paris und Zürich ebenfalls Hoffnungen auf einen Teil am Jackpot machen konnte, zeigte Nerven. Die 24-jährige Kroatin kam überhaupt nicht auf Touren. Bereits 1,94 meisterte sie erst im dritten Versuch, je einen weiteren Fehlversuch verzeichnete sie auf 1,97 und 2,00. Bei 2,02 war dann Schluss für Vlasic, wodurch sie sich hinter der Deutschen Ariane Friedrich, die ebenfalls 2,00 im zweiten Versuch übersprang, jedoch 1,97 im ersten Anlauf überquert hatte, mit Rang 2 begnügen musste. Ein Blick in die Statistik macht die Niederlage noch bitterer: Zuvor war Vlasic in dieser Saison zehnmal 2,02 und höher gesprungen. Es ist für sie der zweite herbe Dämpfer, nachdem sie in Peking nach zuvor 34 Siegen in Serie lediglich Silber geholt hatte.
Klare Niederlagen setzte es für die Olympiasieger Brimin Kipruto (Ken/3000 m Steeple), Wilfred Bungei (Ken/800 m) und Andreas Thorkildsen (No/Speer) ab. Kipruto wurde zwar in 8:10,26 Zweiter, sein Rückstand auf Landsmann Paul Kipsiele Koech, der die Qualifikation für Peking um neun Hundertstelsekunde verpasst hatte, betrug allerdings satte 5,27 Sekunden. Die Niederlage war jedoch keine Überraschung, denn Kipsiele Koech führt die Jahresweltbestenliste deutlich an. Bungei (1:46,01) wurde im vom Youssef Saad Kamel (Bahrain/1:44,56) gewonnenen Wettkampf lediglich Siebter. Thorkildsen (82,39) schaffte als Dritter immerhin den Sprung aufs Podest; Rang 1 belegte der finnische Weltmeister Tero Pitkämäki (85,32).
Im 100-m-Rennen der Frauen feierte die Einheimische Kim Gevaert einen gelungenen Abschluss ihrer Karriere. Die Doppel-Europameisterin von 2006 (100 und 200 m) setzte sich in 11,25 deutlich vor Debbie Ferguson (Bah/11,32) und Me'Lisa Barber (USA/11,37) durch und sorgte damit für Begeisterungsstürme. Nun will Gevaert eine Familie gründen.