Donnerstag, 21. August 2008, 22:09:58 Uhr, NZZ Online
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(Agenturmeldung)
Stéphane Bohli hat in Gstaad das Schweizer Erstrunden-Duell gegen Robin Roshardt für sich entschieden. Nach dem 6:2, 4:6, 6:4 gegen den 20-jährigen Zürcher trifft der Genfer nun auf seinen Westschweizer Copain Stanislas Wawrinka. Bohli (ATP 137) hat die Gunst der Stunde genutzt und gegen die Weltnummer 588 den ersten Sieg auf der ATP-Tour realisiert. Am Ende war er im Duell der beiden Schweizer Wildcard-Empfänger aber erst im Photo-Finish erfolgreich. 4:2...
Stéphane Bohli hat in Gstaad das Schweizer Erstrunden-Duell gegen Robin Roshardt für sich entschieden. Nach dem 6:2, 4:6, 6:4 gegen den 20-jährigen Zürcher trifft der Genfer nun auf seinen Westschweizer Copain Stanislas Wawrinka.
Bohli (ATP 137) hat die Gunst der Stunde genutzt und gegen die Weltnummer 588 den ersten Sieg auf der ATP-Tour realisiert. Am Ende war er im Duell der beiden Schweizer Wildcard-Empfänger aber erst im Photo-Finish erfolgreich. 4:2 führte Roshardt im entscheidenden Satz und hatte bei 4:3 drei Bälle zur 5:3-Führung. Doch Bohli machte in diesem Game einen 0:40-Rückstand wett und schaffte mit dem Break den Ausgleich zum 4:4 und letztlich vier Spiele in Folge zum Sieg.
Am Ende war Bohli nicht der bessere Spieler auf dem Court gewesen, aber derjenige der in der entscheidenden Phase eine Spur besser servierte. Als es eng wurde, in seinen beiden letzten Service-Games, gestand er Roshardt keinen Punkt mehr zu. Zuvor allerdings unterliefen Bohli in der zweiten Hälfte des zweiten Satzes und bis weit in den finalen Set hinein enorm viele Fehler.
Es war die Phase des Spiels, in der Roshardt bewies, dass er durchaus das Talent hat, um mit einem Spieler aus den Top 150 mitzuhalten. Der 20-jährige Zürcher offenbarte dem Publikum in Gstaad, dass er sich trotz mehrerer verletzungsbedingter Rückschläge in den letzten zwei Jahren durchaus weiterentwickelt hat. 2006 war er im Berner Oberland ebenfalls mit einer Wildcard angetreten, holte gegen Ruben Ramirez-Hidalgo aber lediglich fünf Games. Diesmal begegnete er einem Widersacher, der in diesem Jahr schon ein ATP-Challenger-Turnier und für die Schweiz drei Einzel im Daviscup gewann, über weite Strecken auf Augenhöhe.
Als erster Gesetzter ist in Gstaad Vorjahresfinalist Andreas Seppi (ATP 27) ausgeschieden. Der Südtiroler scheiterte überraschend am deutschen Qualifikanten Dominik Meffert (ATP 162) mit 2:6, 7:5, 4:6. Dieser schlug erstmals in seiner Karriere einen Spieler aus den Top 50. Der Fussball-Fan studiert und wohnt in Köln unterstützt aber den grossen rheinischen Rivalen Borussia Mönchengladbach. Auf seiner Homepage posiert er im Gladbacher Dress mit dem deutschen Nationalstürmer Oliver Neuville. Selbst ist Meffert indes kein "Fohlen" mehr. Der 1,98-m-Hüne ist bereits 27 Jahre alt.