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  • 18. Mai 2008, NZZ am Sonntag

    Kritik am Rücktritt von Justine Henin

    Kritik am Rücktritt von Justine Henin

    Zürichs Turnierdirektor Beat Ritschard auf linkem Fuss erwischt

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    gel. Der «Rücktritt des Jahres» sorgt für Nachhall in der Tenniswelt der Frauen: Justine Henin überraschte am Mittwoch alle mit dem in Brüssel annoncierten Entscheid, im Alter von 25 Jahren per sofort abzutreten. Und nicht nur das: Die zierliche Belgierin verlangte von der WTA-Tour sogar, sie ebenfalls als Nummer 1 aus der Computer-Weltrangliste zu entfernen. Der erste Platz wird nun von der Russin Maria Scharapowa eingenommen.

    «Dieser Entscheid ist mehr emotional als mit physischen Gründen zu erklären», sagte die US-Amerikanerin Mary Carillo, Kommentatorin für die TV-Station ESPN und frühere Spitzenspielerin. Der Respekt vor der sportlichen Schaffenskraft von Henin ist ungeschmälert. Während 117 Wochen belegte sie Rang 1 im WTA-Ranking. Das ist hinter Steffi Graf (377 Wochen), Martina Navratilova (332), Chris Evert (260), Martina Hingis (209) und Monica Seles (178) die sechstbeste Marke im Frauentennis. Mit Ausnahme des Wimbledon-Titels hat Henin alles gewonnen, was es im Tennis zu gewinnen gibt. Mit geschätzten 60 Millionen Dollar Einkommen aus Preisgeld und Werbung hat die Frührentnerin ausgesorgt.

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    Intern flammt aber auch leise Kritik auf an ihrem Verhalten. Sie hatte niemanden im Voraus über den Entscheid informiert, nicht einmal die Führung der Tour, geschweige denn ihre Sponsoren. Das finden nicht alle Exponenten professionell. Auf dem linken Fuss erwischt vom Abtritt wurde auch das Zurich Open im Oktober, für das Henin gemeldet war. Turnierdirektor Beat Ritschard muss eines der 25-Jahre-Jubiläum-Sujets mit Henin wieder einstampfen. Die Belgierin galt im Umgang oft als recht zickig; sie war auch schon mit Bussen belegt worden, weil sie Weisungen der Tour gegenüber Partnern nicht eingehalten hatte.

     


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