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  • 9. Juli 2008, 14:46, NZZ Online

    Zugpferd der Basler SVP im Streit mit der Partei

    Zugpferd der Basler SVP im Streit mit der Partei

    Angelika Zanolari tritt aus der SVP-Fraktion im Grossen Rat aus

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    Angelika Zanolari kehrt der SVP-Fraktion im Basler Grossen Rat den Rücken. Die frühere Parteipräsidentin, deren ruppige Auftritte Schlagzeilen und Stimmen machten, wirft der aktuellen Führungsriege «Scheinheiligkeit, Intrigen und Mobbing» vor.

    (sda) Sie habe sich «nach reiflicher Überlegung» zum Austritt aus der Fraktion entschlossen, teilte Zanolari in der Nacht auf Mittwoch mit. Der Schritt sei «schmerzlich» für sie, weil sie die baselstädtische Sektion der SVP mit aufgebaut habe. Erfolg rufe halt «Neider und Missgünstlinge aufs Tapet».

    Zanolari datiert den Riss in der Basler SVP schon vor der Fraktionsspaltung 2004. Sie wirft dem aktuellen Präsidenten und Nationalrat Jean-Henri Dunant einen «Rachefeldzug» vor. Zusammen mit jungen Kollegen habe dieser seit ihrem Rücktritt 2005 ständig gegen sie und gegen SVPBS-Mitgründer Kurt Bachmann intrigiert.

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    Von Mitgliederversammlung kaltgestellt

    Das Ende der politischen Karriere Zanolaris zeichnet sich seit Ende Mai ab: Damals hatte die Mitgliederversammlung die Ex-Chefin, die mit ihrem forschen Stil landesweite Bekanntheit erlangt hatte, nicht mehr auf die Liste für die Grossratswahlen vom September gesetzt. Zanolari sitzt seit 2001 im Parlament des Stadtkantons.

    Angelika Zanolari hatte das Präsidium der SVP Basel-Stadt 1999 übernommen. Unter ihr erlebte die zuvor im Stadtkanton unbedeutende Partei einen steilen Aufstieg zur wählerstärksten bürgerlichen Kraft. Persönlich kandidierte sie indes erfolglos für die Basler Regierung sowie für den National- und für den Ständerat

    Zanolari bleibt weiterhin im Grossen Rat. Mitte September wird das Stadtbasler Parlament neu gewählt.

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