Donnerstag, 21. August 2008, 21:19:07 Uhr, NZZ Online
Bern nimmt Kenntnis von Bogotás Misstrauensbezeugung
(sda/afp) Kolumbien wolle künftig einen eigenen Kontakt zur Farc aufbauen, sagte Uribe laut dem Friedensbeauftragten der Regierung, Luis Carlos Restrepo.
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) wollte am Dienstag zur Kritik am Schweizer Vermittler Jean-Pierre Gontard keine Stellung nehmen. Man analysiere erst einmal die Lage.
Auch das französische Aussenministerium hielt sich zurück. Die Regierung nehme von der Misstrauensbezeugung an ihren Vermittler Noël Saez Kenntnis, sagte der Mediensprecher. Frankreich wolle aber den Dialog mit der Regierung aufrecht erhalten, um bei der Befreiung weiterer Geiseln zu helfen.
Die Bemührungen Frankreichs, Spaniens und der Schweiz sei immer in Absprache mit der kolumbianischnen Regierung organisiert und durchgeführt worden, hiess es in Paris. Wenn die bisherige Zusammenarbeit nicht in der von der kolumbianischen Regierung gewünschten Art geschehen sei, würde Frankreich über Änderungen diskutieren.
Restrepo liess am Montag verlauten, Saez und Gontard seien wiederholt eher als politische Berater der Farc denn als Vermittler aufgetreten. Zudem hätten ihre Bemühungen über all die Jahre zu keinem Ergebnis geführt.
Kolumbien:
Vorwürfe an Schweizer Vermittler
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