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  • 7. Juli 2008, 19:15, NZZ Online

    Die Rhätische Bahn als Welterbe anerkannt

    Die Rhätische Bahn als Welterbe anerkannt

    Auch Glarner Hauptüberschiebung in der Unesco-Liste

    Die Rhätische Bahn überquert das Landwasser-Viadukt auf der Albulastrecke. Die Rhätische Bahn überquert das Landwasser-Viadukt auf der Albulastrecke. (Bild: Reuters)
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    Die Rhätische Bahn in der Kulturlandschaft Albula/Bernina ist in die Liste des Unesco-Welterbes aufgenommen worden. Die 122 Kilometer lange Gebirgsstrecke von Thusis bis nach Tirano in Italien ist erst die dritte Bahnlinie der Welt mit dieser Auszeichnung. Neu eingetragen in der Liste ist auch die Glarner Hauptüberschiebung.

    (sda/ap) Die Rhätische Bahn ist am Ziel: Das Welterbe- Komitee der Unesco hat die Bahnlinie Albula/Bernina am Montag auf die Liste der Weltkulturerbe genommen, wie das Bundesamt für Kultur mitteilte. Die Rhätische Bahn (RhB) ist erst die dritte Eisenbahn, welche die Aufnahme als Welterbe geschafft hat. Bisher wurde dieses begehrte Prädikat erst der Semmeringbahn in Österreich und Bahnen in Indien zuteil.

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    Das Welterbe-Komitee entscheidet derzeit an einer mehrtägigen Konferenz in Québec in Kanada über Neueinträge in die Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt. Mit der Aufnahme der 122 Kilometer langen und rund 100 Jahre alten Bahnlinie von Thusis über St. Moritz nach Tirano im Veltlin auf die Unesco-Welterbeliste verfügt die Schweiz nun über acht Stätten von universellem Wert.

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    . Bilderstrecke: Schweizer Unesco-Welterbe
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    «Einzigartig»

    Für BAK-Direktor Jean-Frédéric Jauslin ist die Albula- /Berninalinie einzigartig im Charakter. Die Albulalinie stelle als aufwendig konstruiertes und handwerklich exzellent erstelltes Meisterwerk den Typ der Gebirgsbahn aus der Glanzzeit des Eisenbahnzeitalters dar, wird Jauslin zitiert.

    Insgesamt passiert die Schmalspurbahn auf der Berninalinie 52 Brücken sowie 13 Tunnels und Galerien, auf der Albulalinie sogar 144 Brücken sowie 42 Tunnels und Galerien. Gleichzeitig fährt die Bahn über das Gebiet von 19 Gemeinden auf Schweizer Boden und in Tirano über italienisches Territorium.

    Bahn und Landschaft ausgezeichnet

    Unesco-Welterbe ist aber nicht nur die Bahninfrastruktur, sondern auch die angrenzende Landschaft. Dabei wird unterschieden zwischen der Kernzone, welche die Bahnlinien umschreibt, und drei Pufferzonen mit der Kultur- und Naturlandschaft.

    Laut dem BAK ist die Aufnahme in das Unesco-Welterbe eine einmalige Chance für die Rhätische Bahn, für Graubünden und für die Schweiz. Das Label verpflichtet aber auch: Ein im Juni 2007 gegründete Trägerverein soll die Erhaltung und die nachhaltige Nutzung des Welterbes gewährleisten. Volksfest im September

    Fest im September

    Für das Wochenende vom 12. bis 14. September plant die RhB zusammen mit den Partnern entlang der Welterbestrecken ein grosses Volksfest: Die Strecke von Thusis bis Tirano soll sich in ein feierndes, rotes Band verwandeln.

    Auch Glarner Hauptüberschiebung im Welterbe

    Die Tschingelhörner der Glarner Hauptüberschiebung sind neu UNESCO-Weltnaturerbe.

    In der Nacht zum Dienstag hat die Unesco auch die Glarner Hauptüberschiebung ins Welterbe aufgenommen. Die Kandidatur der so genannten Tektonikarena Sardona machte das Rennen am frühen Morgen Schweizer Zeit, wie das Kandidaturkomitee in Sargans mitteilte. Zentrales Element des neuen Weltnaturerbes ist die Glarner Hauptüberschiebung. Sie ist als messerscharfe, leicht zurückwitternde, gelbliche Kerbe in den Felswänden von grosser Ferner erkennbar.

    Das Gebiet der Tektonikarena Sardona umfasst 19 Gemeinden in den Kantonen Graubünden, St. Gallen und Glarus. Das 300 Quadratkilometer grosse Gebiet um den Piz Sardona zwischen Vorderrheintal, Linthtal und Walensee macht die geologische Besonderheit der Überschiebung von älteren Gesteinen durch jüngere auf weltweit einzigartige Weise sichtbar. Bei der Swiss Tectonic Arena Sardona, wie das 2006 ursprünglich als Glarner Hauptüberschiebung eingereichte Dossier auf Anregung der Prüforganisation umbenannt wurde, handelt es sich um das neunte Welterbe in der Schweiz. Feiern steigen am Dienstag in Flims, Mels und Elm.

     

    . Lesen Sie mehr zum Thema Welterbe: Anerkennung und Verpflichtung
    Link: http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/welterbe_als_ueberzeugendes_argument__1.778279.html

    Lesen Sie mehr zum Thema RhB: Glanzstück des Bahnbaus
    Link: http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/bahnlinie_albulabernina_wird_welterbe_1.778293.html

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