Donnerstag, 21. August 2008, 23:29:19 Uhr, NZZ Online
Tragquote seit 2006 nicht mehr gestiegen
(sda) Bis 2006 war die Helmtragquote stetig gestiegen, von 14 Prozent im Jahr 1998 auf 39 Prozent im Jahr 2006. 2007 und 2008 ermittelte die BfU Tragquoten von je 38 Prozent (Fehlermarge 7 Prozentpunkte), wie sie am Mittwoch mitteilte. Ermutigend sei, dass Helme immer öfter für Fahrten zur Schule und zur Arbeit benutzt würden.
29 Prozent radeln auf diesen kurzen Strecken mit Helm, wobei die Fehlerquote der Ermittlung bei jeweils 12 Prozentpunkten liegt. Für Einkaufsfahrten ermittelte die BfU eine Tragquote von 15 Prozent (Fehlermarge 4 Prozentpunkte) und für Freizeit-Fahrten eine Quote von 48 Prozent (Fehlermarge 9 Punkte).
Bei Einkaufs- und Freizeitfahrten sind die Tragquoten gegenüber den beiden Vorjahren leicht rückläufig. Unterschiede zeigen sich in den verschiedenen Sprachregionen: Im Tessin werden Velohelme häufiger aufgesetzt (51 Prozent) als in der Romandie (35 Prozent) und in der Deutschschweiz (38 Prozent).
Mehr Disziplin in Sachen Helm als Erwachsene zeigen Kinder bis 14 Jahre: Jedes zweite fährt mit Helm Velo. Die BfU fordert für Kinder ein Helmobligatorium und begründet dies mit dem höheren Unfallrisiko der jüngsten Radfahrer.
Erwachsene sollten sich dagegen weiterhin freiwillig für den Helm entscheiden, findet die BfU. Die gesellschaftliche Akzeptanz des Kopfschutzes sei nicht gegeben, auch bei den Velofahrerinnen und -fahrern nicht, schreibt die BfU. Die Kampagnen der Suva und der BfU für das Helmtragen werden deshalb fortgesetzt.
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