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  • 9. Juli 2008, Neue Zürcher Zeitung

    Radio- und Fernsehkonzessionen vergeben

    Radio- und Fernsehkonzessionen vergeben

    Die heiklen Fälle werden erst im Herbst entschieden

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    ras. 27 Radio- und 6 Regionalfernsehstationen haben am Dienstag eine neue Konzession erhalten, die zehn Jahre gültig ist (siehe Tabelle). Bundesrat Leuenbergers Departement Uvek hat allerdings erst jene Fälle entschieden, die unbestritten waren. Für jene Konzessionsgebiete, in denen es mehr Bewerber als verfügbare Lizenzen gibt, braucht die Verwaltung mehr Bedenkzeit. Diese insgesamt 21 Konzessionen sollen laut einer Mitteilung des Uvek im Herbst vergeben werden.

    Bakom befürchtet Einsprachen

    Bakom befürchtet Einsprachen

    (sda) 21 Radio- und TV-Konzessionen, um die sich mehrere Bewerber balgen, sind noch nicht vergeben worden. Beim Bakom befürchtet man, dass die Entscheide darüber zu Einsprachen und damit zu Verspätungen führen werden. Das Uvek werde nach den Sommerferien oder im Frühherbst entscheiden, sagte Bakom-Direktor Martin Dumermuth am Mittwoch vor den Medien in Biel. Man sei sich bewusst, dass diese Entscheide für das betroffene Personal heikel sein könnten. Jeder Entscheid werde deshalb genau begründet. Nach wie vor beim Bundesverwaltungsgericht hängig sei der Entscheid über die Vergabe einer Konzession für ein Zürcher Jugendradio. 

    Grosses Interesse finden nicht zuletzt die Radiofrequenzen in den Wirtschaftszentren Zürich, Basel, Lausanne und Genf. Die bereits bestehenden Radios diverser Zeitungshäuser müssen sich gegen Neubewerber behaupten. Roger Schawinski, der im Frühling in Zürich Radio 1 einführte, will auch im Aargau und in der Südostschweiz senden. Im Fernsehbereich bestehen ebenfalls heisse Zonen, insbesondere in den Konzessionsgebieten Zürich/Nordostschweiz und Ostschweiz. Tele Züri (Tamedia) und Tele Ostschweiz (NZZ-Gruppe) werden von Tele Top beziehungsweise Tele Säntis (Günter Heuberger) herausgefordert.

    Tabelle der Konzessionsentscheide

    Mit der Inkraftsetzung des neuen Radio- und Fernsehgesetzes im April 2007 wurde ein Schlussstrich unter die alte Ordnung gezogen. Auch die bisherigen Inhaber von Radio- und Fernsehkonzessionen mussten sich neu bewerben. Dank dem neu geregelten Gebührensplitting winken den Veranstaltern höhere öffentliche Beiträge. Die regionalen Fernsehsender erhalten künftig 32 Millionen statt 6,5 Millionen Franken pro Jahr – nur im Raum Zürich werden keine TV-Gebühren-Gelder verteilt. Im Radiosektor bekommen die Veranstalter in Randgebieten und in Bergregionen sowie alternative Lokalradios einen staatlichen Zuschuss.

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