Donnerstag, 20. November 2008, 16:39:43 Uhr, NZZ Online
Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen in der Hauptstadt
(sda/dpa) Bei Gefechten in der somalischen Hauptstadt Mogadiscio und der weiter südlich gelegenen Hafenstadt Mismayo sind laut Berichten mindestens 40 Personen getötet worden. In Kismayo seien bei Kämpfen zwischen islamischen Aufständischen und Clanmilizen innert zwei Tagen 30 Personen ums Leben gekommen, berichtete der britische Sender BBC am Donnerstag.
In Mogadiscio starben am Donnerstag bis zu zehn Personen bei Gefechten von Regierungssoldaten und deren äthiopischen Verbündeten mit islamischen Milizen, als der belebte Bakara-Markt unter Beschuss kam. Das berichtete die somalische Nachrichtenagentur Shabelle.
Einige Mörsergeschosse seien auch nahe dem Präsidentenpalast eingeschlagen. Präsident Abdullahi Yusuf ist gegenwärtig ausser Landes.
Die äthiopischen Soldaten hatten Ende 2006 die Truppen der Übergangsregierung beim Sturz der islamischen Milizen unterstützt, die damals weite Teile des Landes am Horn von Afrika unter ihre Kontrolle gebracht hatten.
Seitdem führen die islamischen Rebellen einen Guerillakrieg gegen die Regierungstruppen und ihre Verbündeten. Somalia hat seit dem Sturz des Diktators Siad Barre im Jahr 1991 keine stabile Regierung.
Massaker:
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