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  • 21. August 2008, 16:00, NZZ Online

    Israel warnt Moskau vor Waffenlieferungen

    Israel warnt Moskau vor Waffenlieferungen

    Syriens Präsident Asad zu Besuch in Russland

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    Russland hat sich bereit erklärt, Syrien moderne Waffen zu liefern. Die Waffen seien defensiver Natur, betonte Russlands Aussenminister Lawrow. Israel hatte Russland vor diesen Lieferungen gewarnt, weil dadurch die Machtbalance im Nahen Osten gefährdet werde.

    (sda/afp/dpa) Russland ist laut Aussenminister Sergej Lawrow zum Verkauf moderner Waffen an Syrien bereit. Sein Land sei bereit, Defensiv-Waffen an Syrien zu liefern, die das «strategische Gleichgewicht in der Region nicht verändern». Das sagte Lawrow am Donnerstag laut den Nachrichtenagenturen ITAR-TASS und RIA Nowosti nach einem Treffen von Präsident Medwedew mit seinem syrischen Kollegen Asad im Schwarzmeerort Sotschi.

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    In Interviews mit russischen Medien hatte Asad zuvor angekündigt, er wolle die Beziehungen mit Russland vertiefen. Moskau könne erneut zum Bollwerk gegen den Westen werden und helfen, den wachsenden Einfluss Israels im Nahen Osten zurückzudrängen.

    Als einer von wenigen ausländischen Staatschefs äusserte Asad zudem Verständnis für den Einmarsch der russischen Truppen in Georgien. «Wir sehen ihn als eine Antwort auf die militärische Provokation durch Tiflis», sagte er zu Beginn seines vom Fernsehen übertragenen Treffens mit Medwedew.

    Israel zeigt sich besorgt

    Gleichzeitig warnte Israel Moskau vor Waffenlieferungen an Syrien. Ein solcher Schritt wäre falsch und gefährlich, sagte Aussenministerin Livni in Jerusalem. Die israelische Zeitung «Maariv» berichtete, auch der israelische Ministerpräsident Olmert habe Medwedew in einem Telefonat gebeten, keine Waffen an Syrien zu liefern. Dies könne die Machtbalance im Nahen Osten verändern, zitiert das Blatt Olmert.

    Gegenseitige Kritik

    Russland hatte zuletzt Israel wegen Waffenlieferungen an Georgien kritisiert. Livni verteidigte die Militärhilfe an die Führung in Tbilissi. Es sei genau geprüft worden, was rechtmässig sei und was nicht. Das israelische Verteidigungsministerium habe alle Exporte nach Georgien geprüft.

    Auf die Frage, ob die Lieferungen falsch gewesen seien und diese das Verhältnis zu Russland belasteten, antwortete Livni: «Ich habe nichts zu bedauern.» Nach «Maariv»-Informationen hatte Olmert Medwedew mitgeteilt, dass Israel die Lieferung von offensiven und defensiven Waffen nach Georgien ausgesetzt habe.

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    Link: http://www.nzz.ch/nachrichten/international/konflikt_im_nahen_osten_2.17363

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