Dienstag, 06. Januar 2009, 14:20:36 Uhr, NZZ Online
Geithner wohl neuer Finanzminister der USA
(ap/afp/dpa/Reuters) Bei der Regierungsbildung in den USA läuft alles auf Hillary Clinton als neue Aussenministerin hinaus. Der künftige Präsident Barack Obama sei auf dem besten Weg, Clinton voraussichtlich schon in der kommenden Woche zu berufen, sagte ein Mitarbeiter des Demokraten. Beide Seiten hätten sich schnell aufeinander zu bewegt. Dabei seien auch Themen rund um die finanzielle Situation von Hillary Clinton und ihrem Mann, dem früheren Präsidenten Bill Clinton, erörtert worden. Obama wolle Clinton nach dem Thanksgiving-Feiertag am Donnerstag kommender Woche berufen, sagte der Mitarbeiter.
Nach Informationen der «New York Times» vom Freitag hat sich die 61-jährige Hillary Clinton bereits dazu entschieden, den Aussenminister-Posten im Kabinett von Obama zu übernehmen. Die Zeitung berief sich bei ihren Angaben auf zwei Clinton-Vertraute. Ein Sprecher Clintons dementierte indessen diese Berichte. Die Gespräche seien aber auf einem guten Weg, sagte Sprecher Philippe Reines.
Aus dem Lager der Demokraten verlautete unterdessen, der frühere Präsidentschaftskandidat und Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, habe gute Chancen auf das Amt des Handelsministers. Auch er galt als möglicher Anwärter auf den Posten des Aussenministers.
Der New Yorker Notenbankchef, Timothy Geithner, wird voraussichtlich Finanzminister, wie ein Vertrauter Obamas sagte. Mit der Bekanntgabe der Entscheidung werde für Montag gerechnet. Geithner hat vor dem Hintergrund der Krise auf den Finanzmärkten in den vergangenen Monaten eng mit der Regierung und mit dem amtierenden Finanzminister Henry Paulson zusammengearbeitet. Auch der TV-Sender NBC meldete am Freitag, dass Geithner den Posten des Finanzministers übernehmen werden.
Der Fernsehsender ABC berichtete seinerseits, dass der einstige Nato-General James Jones nationaler Sicherheitsberater im Kabinett von Obama wird.
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