Mittwoch, 07. Januar 2009, 01:46:20 Uhr, NZZ Online
wm. Washington, 7. Oktober
Eine erste Auktion der US-Notenbank über 150 Mrd. $ im Rahmen der Term Auction Facility hat gezeigt, dass das Angebot an 84-tägigem Geld die Nachfrage der Finanzinstitute mehr als befriedigt hat. Es gingen «lediglich» Gebote von Banken über 138,1 Mrd. $ ein, welche alle zum Zug kamen. Die Preisgestaltung bei diesen Auktionen hatte überdies zur Folge, dass alle Bieter das Geld zum Zinssatz von 1,39% erhalten, dem niedrigsten abgegebenen Gebot, das gleichzeitig auch dem vom Fed festgelegten Mindestsatz entsprach. Im Vergleich zum Interbankenmarkt, wo der Dreimonats-Libor derzeit bei rund 4,3% liegt, ist dies äusserst billiges Geld, zumal die Rückzahlung erst am 2. Januar 2009 erfolgt und die Mittel daher über den Jahresultimo verfügbar sind. Bei der letzten Fed-Auktion für Kredite über 84 Tage – damals noch bei einem Volumen von nur 25 Mrd. $ – hatte die Nachfrage das Angebot leicht überschritten, und es waren 2,67% zu bezahlen gewesen. Mit der Auktion vom Montag ist der ausstehende Betrag der Term Auction Facility von 150 Mrd. auf 275 Mrd. $ erhöht worden. In der Pipeline ist bis zum Jahresende eine weitere schrittweise Erhöhung auf insgesamt 900 Mrd. $. Es wird zu sehen sein, ob der Finanzsektor alle diese Mittel wirklich brauchen und nachfragen wird, zumal er im Augenblick Liquidität hortet. Als Dispositiv dürfte das Angebot der US-Notenbank aber allemal beruhigend wirken.
Leser-Kommentare: 1 Beiträge